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Ein Traum nicht nur in Weiß

Bückeburg Ein Traum nicht nur in Weiß

Als Traum in Weiß und Farbe: So hat sich am Wochenende die erste Auflage der Hochzeits-Messe „Frogs and Princess“ auf Schloss Bückeburg präsentiert.

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Die Models mit ihren Hochzeitskleidern sorgen für einen Blickfang.

Quelle: mig

Bückeburg. Das Angebot reichte vom edlen Brautkleid bis zu weißen Tauben. „Wir legen viel Wert auf Individualität und das Besondere“, bringt es Organisatorin Sandra Mehlig auf den Punkt.

 Es gibt wohl kaum einen Tag im Leben, der so geplant ist wie der der eigenen Hochzeit. Alles muss stimmen, alles passen, es soll schließlich eine „Traumhochzeit“ werden. Dienstleister, die das möglich machen (wollen) finden sich zuhauf. Da ist beispielsweise der Mann mit den weißen Tauben. Die Vögel seien so dressiert, dass sie sogar um die Brautleute herumflögen, sagt er. Und: „Das ist ein schöner Augenblick, richtig magisch, die Brautleute sind immer wieder begeistert, die Fotos toll.“

 Eine andere Möglichkeit die Hochzeit zum einmaligen Event zu machen, findet sich einige Stände weiter. Ein Limousinenservice bietet Automobile jeder Art, alles ist möglich, vom Oldtimer bis zum Luxus-Gefährt.

 34 Aussteller haben sich für die „Frogs and Princess“ angemeldet. Die Auswahl ist groß und reicht von Floristik, Schmuck und Brautmode bis hin zu einer Stylistin und einem Cateringservice. Hochzeit halten, das wird schnell klar, ist kein Spaß.

 „Traut euch“ möchte man den jungen Brautleuten zurufen, die sich teils schüchtern, teils zielbewusst zwischen den Ständen bewegen, wobei sich ein Bild immer wiederholt: Frau geht vorneweg, der Mann hinterher. Männer wie Manuel Berger, der, wie er leicht schmunzelnd zugibt, am liebsten den Nachmittags-Fußball verfolgen würde. „Ich musste mit“, sagt der Physiotherapeut aus Minden und zeigt auf seine Zukünftige. „Meine Freundin wollte unbedingt hierher.“ Ines Kazsmaric, die sich gerade ein Tischgedeck anschaut, lächelt. „Ich weiß, dass er so etwas gar nicht gerne mag“, sagt sie. Dass ihr Verlobter trotzdem mitgekommen sei, wertet sie als Liebesbeweis.

 Was sich die beiden hier erhoffen? „Vor allem Input, Ideen, wie wir unsere Hochzeit gestalten können“, sagt Ines Kazsmaric. „Ich möchte eine unkonventionelle Hochzeit, nicht eine von der Stange.“

 Eine besondere Hochzeit wünscht sich auch Melissa Grewe, die alleine nach Bückeburg gekommen ist. Nur ein Teil der Familie ist dabei, den Ehemann in spe hat die junge Frau zuhause gelassen. „Das wäre nichts für ihn“, sagt sie. „Zuviel Plüsch.“ Ohnehin weiß die Minderin auch ohne ihren Mann ziemlich gut, was sie für ihre Hochzeit will. „Es darf ruhig ein bisschen mehr sein, ich will eine Prinzessinnen-Hochzeit, den schönsten Tag in meinem Leben.“ Auf gar keinem Fall soll es eine 08/15-Hochzeit werden, und: „Ich plane das bis ins Kleinste, habe zu Hause viele Ordner mit Ideen.“ Immerhin: Zwei Dinge stehen schon jetzt fest: „Das Kleid soll weiß sein und unten ein bisschen bauschiger, wegen meiner Figur. Außerdem soll es eine Candy-Bar geben, an der man sich mit Süßigkeiten versorgen kann.“

 Dass es einen Trend zur maßgeschneiderten Hochzeit gibt, hat auch Sandra Mehlig beobachtet. Die Brautleute legten immer mehr Wert auf Individualität und suchten nach dem Besonderen. „Es ist nicht mehr alles so steif, geht eher in Richtung Sommerfest“, sagt die Hochzeitsplanerin. Die Möglichkeiten seien unbegrenzt, „es kommt immer darauf an, was die Leute wollen.“ Manchmal reiche es schon einen kleinen Akzent, ein besonderes Detail zu setzen, etwa einen historischen Eiswagen statt des klassischen Dessertwagens. Oder: ein Barbecue – „das war im Sommer sehr beliebt.“

 Immer mehr Brautleute wählten sich ein übergreifendes Motto, auf das Essen, Musik und Dekoration abgestimmt sind. Bei aller Experimentierlust, eines ist Mehlig ganz wichtig: „Ich möchte, dass die Brautleute das bekommen, was sie haben wollen. Ich mache ihnen Mut und sage ihnen, es ist euer Tag, versucht es also nicht allen recht zu machen.“

 Weitere Trends in Stichworten: Beim Hochzeitskleid geht der Trend Richtung Farbe, ebenfalls sehr gefragt ist das abgeschwächte weiß, abgesetzt mit Spitze oder Tüll. „Ob Farbe oder nicht hängt auch vom Alter ab, die Jungen sind eher konservativ.“ Und der Herr? Der trägt Weste und neuerdings auch Gehrock.

 Neuerungen auch beim Hochzeitsfoto, das „trashiger“ wird. „Man nimmt sich nicht mehr so ernst und experimentiert“, sagen die Mitarbeiter der Agentur „Runningsheep“. Besonders beliebt sind freche Märchen-Fotos und Plakate, auf denen die Brautleute als Filmpaar inszeniert werden. „Ein Renner.“ mig

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