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Ein dreifaches Horrido

Bückeburg / Grünkohlessen Ein dreifaches Horrido

„Wir wollen Menschen zusammenbringen und gemeinsam einen fröhlichen und ungezwungenen Abend verbringen“, hat Stadtmajor Martin Brandt eingangs des vom Bürgerbataillon in der früheren Wagenremise von Schloss Bückeburg organisierten Grünkohlessens betont.

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Zur zünftigen Musik schmeckt der Kohl gleich doppelt gut.

Bückeburg. Darüber hinaus eröffne der Abend die Möglichkeit, sich gegenseitig besser kennenzulernen und etwas gegen die zunehmende Anonymisierung der Gesellschaft zu unternehmen.

 Brandt brachte seine Freude über die große Zahl der auswärtigen Besucher zum Ausdruck. „Wir werten dies als Zeichen der Beliebtheit, aber auch der Attraktivität dieser Veranstaltung“, erklärte der Stadtmajor, als er die zahlreichen Ehrengäste willkommen hieß. Besonders freue er sich einmal mehr über die aus der holländischen Partnerstadt Zuidplas angereiste Delegation. „Die 15 Frauen und Männer unseres Nieuwerkerker Rotts hatten den längsten Anreiseweg und trotz Eis und Schnee keine Mühen gescheut, um heute Abend mit uns zu feiern“, legte Brand dar. Das sei schon mal einen Extra-Applaus wert.

 Die große Zahl, darauf machte Bürgermeister Reiner Brombach aufmerksam, „zeigt, dass auch eine 40-jährige Freundschaft nicht rostet“. Das Stadtoberhaupt rief das derzeit in zahlreichen Ländern anzutreffende Unheil und die relativ kurze Zeit zurückliegenden Ereignisse in Frankreich und das Flugzeugunglück in der Ukraine in Erinnerung. Da 2015 zum Jahr des Lichtes ernannt worden sei, „sollten wir in Bückeburg und Schaumburg unser Licht so wirken lassen, dass es in die Welt hineindringt.“

 Diese Ereignisse, das merkten die Sprecher der niederländischen Delegation, Dini Borrmann und Ferry van Wijnen, an, verdeutlichten die Wichtigkeit guter Außenbeziehungen. „Gegenseitiges Verständnis füreinander und für die verschiedenen Welten, worin wir leben, ist unentbehrlich“, sagte Ratsherr Wijnen. „Die vielen Austausche zwischen unseren beiden Gemeinden haben viel zu einem besseren Verständnis zwischen Deutschen und Niederländern beigetragen.“

 Im Anschluss an die aus Sicht der gewöhnlichen Festbesucher erfreulich kurzen Ansprachen kam alsbald das vom Röhrkastener „Krug zum grünen Kranze“ gelieferte Wintergemüse auf die Tische. Festwirt Fabian Hahn und dessen 15-köpfiges Team trugen dafür Sorge, dass den Gästen die Getränke nicht knapp wurden. Für die musikalische Unterfütterung zeichneten in diesem Jahr wieder einmal die „Bückeburger Jäger“ verantwortlich. Die mit viel Beifall begrüßte frühere Grünkohl-Stammkapelle ersetzte die „Deistertaler Musikanten“, die aufgrund einer schweren Erkrankung ihres Dirigenten Günter Deseniß den Remisen-Auftritt absagen mussten. Die unter der Leitung von Sven Schnee agierenden „Jäger“ legten sich mächtig ins Zeug und trugen ein gerüttelt Maß zur guten Gesamtstimmung bei. „Wir haben Spaß auf der Bühne und das überträgt sich ins Publikum“, meinte Stabführer Schnee, der nicht nur allerhand Märsche und Polkas, sondern auch Musicalmelodien und ein Beatles-Medley intonieren ließ.

 Brandt erinnerte – bevor er ein dreifach kräftiges Horrido auf die Stadt, das Bataillon und das Grünkohlessen ausbrachte – daran, dass dem Bataillon im Sommer ein weiteres großes Fest ins Haus steht. „Als Höhepunkt des Jahres wollen wir vom 26. bis 30. August unser Bürgerschießen feiern“, weckte der Stadtmajor die Vorfreude der Grünkohlliebhaber auf die im Zweijahresrhythmus auf die Beine gestellte Traditionsveranstaltung. bus

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