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Bückeburg Stadt Eine Ära ist zu Ende
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08:13 27.03.2017
Ralph Seele im Bergbad. Quelle: jp
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Bückeburg

Zunächst als Sportler, dann als Vorstandsmitglied, davon zwölf Jahre – bis zum Jahr 2011 – als Vorsitzender der VfL-Schwimmer war Seele aktiv.

Der 46-Jährige, der vielen Bückeburgern als stellvertretender Betriebsleiter der Bückeburger Bäder bekannt sein dürfte, bleibt dem Schwimmsport in der Ex-Residenz aber als Leiter des Bergbad-Pokal-Schwimmfestes erhalten.

Wie kaum ein anderer ist der Name Ralph Seele mit dem Bückeburger Schwimmsport verbunden. Am 1. März 1980 trat der damals Zehnjährige mit der VfL-Mitgliedsnummer 1111 der Schwimmabteilung des VfL Bückeburg bei, die sich kurz zuvor mit den Schwimmern der damals noch existierenden Vereinigten Turnerschaft zur Startgemeinschaft Schwimmen zusammengeschlossen hatte. Als Brustschwimmer brachte er es in den Jahren darauf zu bedeutenden sportlichen Erfolgen, unter anderem 1986 zur Teilnahme an den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften.

Schon mit 17 Jugendwart

Nach Ende seiner sportlichen Laufbahn schloss Seele nahtlos sein ehrenamtliches Engagement in der Schwimmabteilung an. Bereits mit 17 Jahren rückte er als Jugendwart in den Vorstand auf, 1991 wurde er Schwimmwart. Im Jahr 1999 folgte er Erich Koch auf den Posten des Abteilungs-Vorsitzenden. In Personalunion leitete er zugleich die Startgemeinschaft aus VfL- und VTB-Schwimmern. In den folgenden zwölf Jahren war Seele nicht nur für die Organisation des Bergbad-Pokal-Schwimmfestes verantwortlich.

In seine Amtszeit fiel auch die Insolvenz der Vereinigten Turnerschaft, die der Startgemeinschaft Schwimmen erhebliche Anstrengungen abverlangte, um die verbliebene Abteilung zu konsolidieren. Seit 2006 nehmen die Schwimmer aus der historischen Residenzstadt formal ihr Startrecht bei Wettkämpfen immer noch als Startgemeinschaft Schwimmen Bückeburg wahr, konkret besteht die Startgemeinschaft jedoch nur noch aus der Schwimmsparte des VfL Bückeburg.

"Jetzt müssen Jüngere ran"

2011 machte Seele an der Abteilungsspitze Platz für Roland Rosenthal und übernahm den Posten des stellvertretenden Vorsitzenden. Nach nunmehr weiteren sechs Jahren Vorstandsarbeit stellte er sich endgültig nicht mehr zur Wiederwahl für ein Vorstandsamt. „Jetzt müssen einfach mal Jüngere ran, die ja glücklicherweise auch da sind und zur Verfügung stehen“, begründete er seinen Rückzug.

Weiterhin in seinen bewährten Händen bleibt die Organisation des Bergbad-Pokal-Schwimmfestes, dem mit Abstand größten und wichtigsten Wettkampf der Schwimmabteilung. Rosenthal zeigte sich darüber bei der Verabschiedung seines Stellvertreters heilfroh: „Niemand könnte das so wie du.“ jp

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