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Eine Investition, die Früchte tragen wird

Einsatzkräfte üben zusammen Eine Investition, die Früchte tragen wird

Das hat bedrohlich geklungen. „Mehrere Tote und Schwerverletzte“, so lautete die per Funk übermittelte Lagebeschreibung.

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DRK, Feuerwehr und THW agieren am Einsatzort Hand in Hand.

Quelle: bus

BÜCKEBURG. Vor Ort bot sich den Rettungskräften eine unübersichtliche Situation. In einem kaum überschaubaren, steil abfallenden Gelände waren auf den ersten Blick fünf Körper auszumachen. Einige regten sich nicht. Dann erfüllten Rufe die Szenerie. „Hilfe, mein Bein. Ich kann mich nicht bewegen“, hallte es zu den Helfern hinauf.

„Hört sich gut an“, meinten Ralf Kater und Marko Bruckmann. Der Ortsbeauftragte des Ortsverbandes Bückeburg des Technischen Hilfswerks (THW) und der Stadtbrandmeister der Bückeburger Feuerwehr zeichneten für die Koordination der Übung verantwortlich, die jetzt Vertreter von Hilfsorganisationen der Ex-Residenz zusammenführte.

Zusammenarbeit verbessern

Schauplatz des Geschehens war ein bei Loccum gelegener Truppenübungsplatz der Bundeswehr. Vertreten waren außer Feuerwehr und THW Mitglieder des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) und des Deutschen Roten Kreuzes (DRK). Die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) hatte ihre Teilnahme wegen anderer Einsätze absagen müssen.

Ziel des Vorhabens war die Verbesserung der Zusammenarbeit. „Wenn, wie hier, die Organisationen auf gegenseitige Hilfe angewiesen sind, ist es von Vorteil, solche Situationen schon einmal durchgespielt zu haben“, erläuterte Bruckmann – und Kater stimmte ihm zu.

„Es handelt sich um eine Premiere“

Während der Übung in der Loccumer Heide trafen zunächst Kräfte des DRK an der Unglücksstelle ein, die nach Erkennen der schwierigen Lage zügig Verstärkung erst durch die Feuerwehr und dann durch das THW anforderten. „Es geht heute nicht um Geschwindigkeit, sondern um Lernerfolg“, erklärte Bruckmann.

Bei der Übung nahmen rund 40 Frauen und Männer teil, denen 15 Fahrzeuge zur Verfügung standen. Die Aktion wurde im Rahmen der vor zweieinhalb Jahren auf Initiative des THW-Ortsbeauftragten gegründeten Arbeitsgemeinschaft „Gemeinsam stark für Bückeburg“ auf die Beine gestellt. „Es handelt sich um eine Premiere“, führten die Organisatoren aus.

Gemeinschaft gestärkt

Auf dem Programm standen zusätzlich zum Rettungseinsatz unter anderem Personensuche, Transportübungen, medizinische Erstversorgung und Fahren im Marschverband. „Und natürlich das gegenseitige Kennenlernen“, legte Kater dar. „Wir haben viele gute Gespräche geführt und sind wieder ein Stück zusammengewachsen.“ Alle seien motiviert und guter Dinge. „Die Chemie stimmt.“

Besondere Erwähnung fand die Teilnahme der Lebenshilfe Rinteln, die für die Verpflegung sorgte. „Das Essen war reichlich und gut, damit haben sie sich für weitere Einsätze qualifiziert“, merkte Bruckmann schmunzelnd an.

Darüber hinaus begrüßten die Organisatoren Besucher von der Feuerwehr Hameln-Pyrmont, die das Bückeburger Gemeinschaftsmodell als Vorbild nehmen wollen. Mit Blick auf die in der Loccumer Heide verbrachten Stunden gab Kater zu verstehen: „Das war eine lohnende Investition, die Früchte tragen wird.“ bus

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