Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 4 ° Regenschauer

Navigation:
„Eine wunderbare Geschichte“ feiert 30-Jähriges

Bückeburg / Jugendfreizeitstätte „Eine wunderbare Geschichte“ feiert 30-Jähriges

Ganz viele „Weißt-Du-Nochs“, „Ach-Jas“ und „Schön-dass-Du-auch-hier-Bists“ haben die aus Anlass des 30-jährigen Bestehens der Jugendfreizeitstätte organisierte Feier begleitet.

Voriger Artikel
Adventskranz geht in Flammen auf
Nächster Artikel
„Nie hingestellt und gemeckert“

Das Theaterstück „An der Arche um acht“ zieht jüngere und ältere Besucher der Geburtstagsparty gleichermaßen in seinen Bann.

Quelle: bus

Bückeburg (bus). Zu hören waren aber auch nach jüngeren Gästen klingende Äußerungen wie „voll krass – die Show“ und „mach disch selbst an, Alter“. Kurzum: Das fünfstündige Programm der Jubiläumsveranstaltung hatte für alle Besucher etwas zu bieten.

 „Und genau so haben wir uns das bei den umfangreichen Vorbereitungen vorgestellt“, brachte die Leiterin der städtischen Einrichtung, Stefanie Krohne, am Rande der gut besuchten Geburtstagsparty zum Ausdruck. „Dieses Haus hat eine wunderbare Geschichte und wird sie auch weiterhin haben“, sagte Bürgermeister Reiner Brombach.

 Die Geschichte reiche indes erheblich über drei Jahrzehnte hinaus, erinnerte das Stadtoberhaupt an das Jahr 1975, in dem sich Bückeburger Jugendliche in der Initiativgruppe „Unabhängiges Jugendzentrum“ zusammenschlossen und für ein selbstverwaltetes Jugendzentrum starkmachten. Die Initiative traf sich zunächst in zwei Räumen im Obergeschoss der heutigen Stadtbücherei. Zu den Angeboten zählten zeitgemäße Arbeitsgemeinschaften, in denen Themen wie Politik, Wald und Wiese, Theater und Musik im Mittelpunkt des Interesses standen.

 Im Frühjahr 1979 wurden die jungen Leute im Zusammenspiel mit Stadtdirektor Möller sowie den Beiratsmitglieder Diethelm Bödeker, Hans Kersting, Erika Maltusch, Lieselotte Mund und Armin Stuckert auf der Suche nach einem Domizil an der Jetenburger Straße fündig. Im selben Jahr stellte die Stadt mit Siegfried Demjanenko einen Jugendpfleger ein, der die Planungen für ein Jugendzentrum in kommunaler Trägerschaft koordinierte. Nach 18-monatiger Bauzeit wurde die Jugendfreizeitstätte am 30. November von Bürgermeister Echterhoff offiziell ihrer Bestimmung übergeben.

 Dessen Amtsnachfolger sagte am Freitag: „Es hat sich einfach gezeigt, dass diese Art der Jugendarbeit unerlässlich ist. Wenn wir sagen, dass Kinder und Jugendliche unsere Zukunft sind - hier wird sie gelebt.“ Brombachs besonderer Dank galt den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern, ohne die die Führung des Hauses nicht möglich gewesen wäre. „Ohne das ehrenamtliche Engagement wären die Niveaus, die wir uns angeeignet haben, und an die wir uns wie selbstverständlich gewöhnt haben, nicht mehr möglich“, unterstrich der Bürgermeister.

 Der gute Geist des Hauses sei allerdings dessen hauptamtliche Leiterin Stefanie Krohne. Ihr sei es in den von ihr verantworteten zurückliegenden 25 Jahren immer wieder gelungen, in diesem Hause, in dem manchmal auch unterschiedliche Menschen und Charaktere aufeinander stießen, Frieden zu schaffen. Brombach: „Und ich wünsche mir, dass es zumindest in den bevorstehenden 20 Jahren so weitergeht, wie wir es bisher erlebt haben.“ Krohne gab in einer kurzen Antwort zu verstehen, dass „es unser größtes Ziel ist, Bückeburg noch ein kleines Stück netter und liebenswerter zu machen“. Etliche Grußredner attestierten der Einrichtung hervorragende Arbeit.

 Unterdessen warteten die jüngeren Besucher ein wenig ungeduldig auf den Beginn des formidabel zusammengestellten Geburtstagsprogramms. Hier fand sich Gitarrenmusik mit Eckhard Fulda, Luftballonbasteleien mit Dietmar Ostermeier, Kindertheater („An der Arche um acht“) mit dem Ensemble „Scharlatan“, „Poetry Slam“ mit den bisherigen Gewinnern dieses Wettbewerbs, Tastenmusik mit dem Bückeburger Akkordeonorchester, Rap-Klänge mit den „Black Heads“, Chorgesang mit „Con Voce“, Rockiges mit „The Creeps“ und eine Feuershow mit Andreas Robl.

 Zwischendrin konnten die Gäste ein Kaffee- und Kuchenbüfett und eine Suppenküche besuchen. Während der gesamten, bis 20 Uhr reichenden Öffnungszeit bestand die Möglichkeit, die Räumlichkeiten des Hauses in Augenschein zu nehmen, in alten Fotoalben zu stöbern, Dias zu betrachten, ein „Quiz für jedermann“ zu lösen sowie bei einer Tauschbörse mit Koch- und Backbüchern vorbeizuschauen.

 Verständlicherweise spielte in den zahlreichen Gesprächsrunden auch der derzeit in der Diskussion stehende mögliche Umzug der „Stätte“ eine Rolle. „Nichts ist beständiger als der Wandel“, merkte Bürgermeister Brombach in diesem Zusammenhang an. Auf alle Fälle werde die Jugendarbeit in Bückeburg eine Fortsetzung finden. „Wir werden sie weiterhin hauptamtlich unterstützen und begleiten.“ Der Stadtrat sei entschlossen, diese Arbeit aufrechtzuerhalten. Das Stadtoberhaupt: „Der Jugendbereich ist in der ganzen Bückeburger Gesellschaft vernetzt, und das soll auch so bleiben.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Schaumburg