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Einmal muss Schluss sein

Mitarbeiterin wird verabschiedet Einmal muss Schluss sein

Karin Gerstenberg wird am nächsten Sonnabend mit einem Empfang im Hotel-Restaurant „Jetenburger Hof“ offiziell als Mitarbeiterin der Bückeburger Tafel verabschiedet. Die beinahe 80-Jährige gehört der im Mai 2000 als Verein ins Leben gerufenen Hilfseinrichtung seit der Gründungsversammlung (gemeinsam mit Barbara Springer) als Beisitzerin an.

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Karin Gerstenberg (Zweite von rechts) 2002 mit Barbara Springer (von links) und Heinrich Heitmann während der Übergabe einer von Heinrich Rohde zur Verfügung gestellten Spende.

Quelle: bus

Bückeburg. „Einmal muss Schluss sein“, konstatiert die allseits geachtete und beliebte Seniorin. Gerstenberg galt bei der Tafel sowohl zu Zeiten des Initiators und Vorsitzenden Gerhard Brunzema als auch unter den Ägiden von dessen Nachfolgern Heinrich Heitmann und Wolfgang Raschke gewissermaßen als unumstrittene „Chefin vom Dienst“. Sie begleitete die Geschicke der Hilfeeinrichtung von den bescheidenen Anfängen in den Baracken-Räumen der früheren Firma „Wollindustrie Slomma“ bis jetzt – in eine Zeit, in der an der Dammstraße mehr als 2000 Kunden betreut werden, stets mit bemerkenswertem Engagement.

Die Aufgaben sind verteilt worden

„Nun sind die Kollegen eingearbeitet und meine Aufgaben auf andere Schultern verteilt worden. Es läuft“, erläutert die vor dem Abschied stehende Chefin, deren Ding Lobeshymnen eigentlich nicht sind. Der Empfang gehe nicht auf ihre Initiative zurück. „Ich mag so etwas im Grunde nicht, aber ich werde es wohl durchstehen“, gibt die 79-Jährige zu verstehen. Und: „Wenn ich mich aus freien Stücken dafür entscheide, mich ehrenamtlich zu engagieren, muss ich dafür nicht gelobt werden.“

Gerstenberg erblickte am 29. Juni 1937 in Stadthagen unter dem Namen Karin Ney das Licht der Welt. Sie wuchs abwechselnd in Bückeburg, Stadthagen und Obernkirchen auf und absolvierte zunächst eine umfassende Lehre in einem Tapetengeschäft. Von 1980 an ließ sie sich zur Altenpflegerin ausbilden. Bereits zwei Jahre zuvor war sie ins Deutsche Rote Kreuz (DRK) eingetreten.

Ihr Engagement im Bückeburger Ortsverein des DRK, in dem sie seit vielen Jahren den Vorsitz führt, wird ungeachtet des Tafel-Abschieds weiterhin Bestand haben. „Jetzt werde ich für die Rotkreuzler endlich einmal mehr Zeit haben“, gibt die Vorsitzende zu verstehen. „Da ist auch immer viel zu tun, und nun kann ich die Helfer besser unterstützen als bislang.“ Sie werde auch künftig versuchen, Menschen fürs Ehrenamt zu gewinnen. Was nicht nur auf das DRK, sondern auch auf die Tafel zu beziehen sei.

Ein Urlaub in Grömitz steht an

Und dann steht in diesem Jahr – „wenn ich alles erledigt habe“ – auch noch ein Urlaub auf dem Programm. Ziel der per Auto – „ich bin eine leidenschaftliche Fahrerin“ – absolvierten Reise soll Grömitz sein. „Mein geliebtes Grömitz“, wie Gerstenberg das im Kreis Ostholstein am Nordwestrand der Lübecker Bucht gelegene Seebad bezeichnet. Dort wartet eine direkt am Meer zu findende Wohnanlage auf die Bückeburgerin. „Samt Frühstück auf einer großen Terrasse mit Meerblick.“ In Grömitz sei es immer schön – ob es schneit oder ob die Sonne scheint.

Trotz der großen Vorfreude vergisst Gerstenberg unterdessen nicht, auf die kommenden Blutspendetermine des DRK-Ortsvereins hinzuweisen: Mittwoch, 18. Januar, Mittwoch, 15. März, und Mittwoch ,17. Mai, jeweils von 15 bis 19.30 Uhr im Hubschraubermuseum. Und sie erinnert die Spendewilligen daran, dass seit Jahresbeginn ein amtlicher Lichtbildausweis für die Anmeldung zur Blutabgabe benötigt wird. bus

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