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Einzelhandelskonzept noch zeitgemäß?

Drogeriemarkt gewünscht Einzelhandelskonzept noch zeitgemäß?

Bekommt Bückeburg einen neuen Drogeriemarkt? Konkret beantworten konnte der Bau- und Umweltausschuss (BUA) des Rates diese Frage natürlich nicht – immerhin wurde das Thema aber während der jüngsten Sitzung aufgegriffen.

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„Wir haben ja keine Alternative!“

Bückeburg. Die Ratsgruppe BfB/WIR/FDP hatte sich bereits mit einem Antrag an die Stadt Bückeburg gewandt, um die Ansiedlung eines dm-Marktes im Gewerbegebiet an der Kreuzbreite zu ermöglichen.

 Baubereichsleiter Jörg Klostermann sprach in der Ausschusssitzung von zwei möglichen Standorten für einen Drogeriemarkt, bevor er die (bau)rechtlichen Hindernisse für eine Ansiedlung erläuterte. Danach ist an der Kreuzbreite eine Immobilie im Bereich eines Autohauses ins Auge gefasst worden. In Frage käme aber auch ein Standort am Weinberg neben dem E-Center. Dort wird Aldi nämlich voraussichtlich im Sommer nach Fertigstellung des neuen Aldi-Marktes an der Kreuzbreite seinen bestehenden Markt schließen (siehe Seite 17). In diese Immobilie könnte durchaus ein Drogeriemarkt einziehen.

 Die Betonung liegt jedoch auf „könnte“. Weder am Weinberg noch an der Kreuzbreite ist derzeit nämlich solch eine Nutzung zulässig. Dagegen steht zum einen eine Verordnung des Landes. Von der wären, so Klostermann, aber durchaus Ausnahmen möglich. Dafür müsste allerdings nachgewiesen werden, dass es derzeit Defizite bei der Versorgung mit Drogerie-Artikeln in der Stadt gibt. Zum anderen schließen das Einzelhandelskonzept und die Bestimmungen der Bebauungspläne, die ja von der Stadt selbst erlassen worden sind, diese Nutzung aus. Es gibt Sortimentsbeschränkungen. Damit sollte verhindert werden, dass alt eingesessene Geschäfte in der Innenstadt unter zu großen Konkurrenzdruck geraten, aufgeben müssen und die City damit unattraktiver wird. Allerdings hat sich die Situation in der Innenstadt seither geändert: Mit Schlecker und Ihr Platz mussten zwei Drogeriemärkte schließen. Allerdings nicht wegen spezifischer Bückeburger Probleme, sondern weil die Ketten insolvent waren. Nach einer Umfrage der Gruppe BfB/WIR/FDP fehle es vielen Kunden nun an Auswahl, diese wanderten nach Minden oder Rinteln ab, Kaufkraft flösse ab.

 Der Ausschuss folgte einem Vorschlag des Vorsitzenden Bernd Insinger, die Thematik in die Fraktionen zu verweisen. Insinger sprach sich dagegen aus, jetzt gleich Entscheidungen übers Knie zu brechen und ausschließlich die Drogeriemarkt-Problematik zu betrachten. Bei der nächsten Anfrage stehe man doch wieder vor den gleichen Schwierigkeiten. Er regte vielmehr an, das Einzelhandelskonzept der Stadt als solches auf den Prüfstand zu stellen – und gegebenenfalls zu aktualisieren und den neuen Bedingungen anzupassen.

 Dazu soll die Verwaltung grundsätzliche Wege aufzeigen. Sollten dann tatsächlich Änderungen angestrebt werden, wäre wohl die Hilfe eines Fachplaners erforderlich.

kk

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