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Elf Tage in Freiheit – nächster Einbruch

Serieneinbrecher verurteilt Elf Tage in Freiheit – nächster Einbruch

Vier Einbrüche in Bückeburg, begangen im Herbst und Winter 2016, sind geklärt. Ein Mindener hat die Taten gestanden. Das Schöffengericht hat den 56-Jährigen daraufhin zu drei Jahren Haft verurteilt. Das Vorstrafenregister des Wiederholungstäters enthält mehr als 20 Einträge.

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Quelle: SYMBOLFOTO (DPA)

BÜCKEBURG. Leugnen wäre zwecklos gewesen. An den Tatorten, drei Privathäuser und das Dorfgemeinschaftshaus Müsingen, hatte der Einbrecher von ihm benutztes Werkzeug hinterlassen – und damit DNA-Spuren. Nach früheren Delikten war sein genetischer Code bereits gespeichert. Das Vorstrafenregister des Wiederholungstäters enthält mehr als 20 Einträge. Gesessen hat der Mann aus Minden in der Vergangenheit nicht nur nach diversen Einbrüchen, sondern in einem Fall auch wegen versuchten Mordes. Dieses Kapitalverbrechen liegt allerdings schon mehr als 20 Jahre zurück.

Am Tatort immer Spuren hinterlassen

Offenbar handelt es sich bei dem 56-Jährigen um einen Berufskriminellen. Richter Dirk von Behren riet dem Angeklagten, den „Beruf“ des Einbrechers an den Nagel zu hängen. „Sie können es nicht besonders“, machte von Behren diesem mit kaum verhohlener Ironie klar. „Am Tatort lassen Sie mehr zurück als Sie mitnehmen.“

Polizisten fanden Handschuhe, einen „Kuhfuß“, ein Stemmeisen, zwei Schraubendreher und einen Hammer. „Wenn Sie so weitermachen und Pech haben, kommen Sie in die Sicherungsverwahrung“, fügte der Richter mit ernstem Unterton hinzu. Durch die DNA-Technik, so von Behren weiter, sei das Risiko, entdeckt zu werden, größer geworden.

Kurz vor den Taten in Bückeburg hatte der Mindener bereits eine dreijährige Haftstrafe wegen Einbruchs verbüßt. Elf Tage nach seiner Entlassung machte er weiter. In den frühen Morgenstunden des 18. Oktober 2016 hebelte er ein Kellerfenster eines Hauses an der Hauptstraße in Scheie auf und erbeutete 100 Euro Bargeld. Ebenfalls durch ein Kellerfenster brach der Mindener gut eine Woche später ins Dorfgemeinschaftshaus Müsingen ein, das er nach Wertsachen durchsuchte, ohne jedoch fündig zu werden.

Drei Tage vor Heiligabend hatte es der Einbrecher auf ein Wohnhaus an der Meinser Straße abgesehen. Mit einer Metallstange hebelte er ein Fenster auf. Die Beute: 400 Euro. Rund 100 Euro fielen ihm in der Nacht zum 27. Dezember in einem Haus an der Nordholzer Straße in die Hände.

Schockierendes Verbrechen aus dem Jahr 1996

Ins Gebäude war der 56-Jährige gelangt, indem er eine Scheibe der Terrassentür aufgehebelt hatte. Verurteilt wurde er wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls in drei Fällen, während das Gericht die Tat in Müsingen juristisch als Diebstahl im besonders schweren Fall einstufte.

Schockierend ist ein Verbrechen, das der Mindener im Mai 1996 in Petershagen-Heisterholz verübt hat. Nach einem Streit mit einem Kumpel fuhr er auf seinem Moped an der Weser entlang und sah eine Schülerin, die am Wasser saß. Er schlich sich von hinten an und zerrte die junge Frau in den Wald, wo er ihr mit einem Stein auf den Kopf schlagen wollte. Die Schülerin konnte jedoch weglaufen. Dass Passanten auftauchten, hat ihr damals möglicherweise das Leben gerettet. ly

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