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„Endlich ist die Zeit der Untätigkeit vorbei“

Bückeburg / Einschulung „Endlich ist die Zeit der Untätigkeit vorbei“

Für 183 kleine Abc-Schützen aus Bückeburg und seinen Ortsteilen hat der sprichwörtliche Ernst des Lebens begonnen: Ausgestattet mit farbenfrohen Schulranzen und begleitet von ihren mitunter nicht minder aufgeregten Eltern haben die Kinder ihren ersten Schultag hinter sich gebracht. Statt eines regulären Schulunterrichtes standen an den fünf Grundschulen jedoch die Einschulungsfeiern auf dem Programm.

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An der Grundschule Am Harrl haben insgesamt 78 kleine Abc-Schützen ihren ersten Schultag hinter sich gebracht. Zufrieden präsentieren diese Fünf ihre bunten Schultüten. © wk

Bückeburg (wk). An der Grundschule Am Harrl begrüßte deren Leiterin Antje Kronenberg die dortigen 78 Schulanfänger mit dem Versprechen, dass die Lehrer „genauso gut“ drauf seien wie die Schüler selbst. Im Unterricht müsse man zwar gut aufpassen, führte sie weiter aus, „aber auch wenn man mal ’ne schlechte Note schreibt, ist man trotzdem noch ein tolles Kind“.

„Endlich ist die Zeit der Untätigkeit vorbei“, scherzte dagegen der Bückeburger Bürgermeister Reiner Brombach in Richtung der Abc-Schützen, mit ihren bunten Schulranzen „ein tolles Bild“ abgeben würden. An die Eltern appellierte er, dass diese ihre Kinder nicht einfach nur in der Schule abgeben, sondern sich selbst aktiv in das Geschehen an der Grundschule Am Harrl einbringen sollten.

Wie dies aussehen könnte, machte Elke Kümmel, die ehemalige Vorsitzende des Schulelternrates deutlich: Zum einen warb sie für ein Engagement im Schulelternrat, der sich zwei- bis dreimal pro Jahr mit der Schulleitung zusammensetzt. Bei diesen Treffen trage man dann Wünsche und etwaige Änderungsvorschläge aus der Schüler- und Elternschaft vor, für die die Schulleitung bislang stets ein „offenes Ohr“ gehabt habe.

Zum anderen bat sie darum, den Förderverein der Schule durch eine Mitgliedschaft zu unterstützen: Die Kassen würden immer leerer und damit auch das von staatlicher Seite für die Schule zur Verfügung gestellte Geld knapper, erklärte sie. Mithilfe der Mitgliedsbeiträge habe der Förderverein den Grundschülern im vergangenen Jahr jedoch Aktivitäten wie etwa die Teilnahme an einem Zirkus-Projekt ermöglichen könne. Außerdem sei eine große Schachanlage anschafft worden.

Darüber hinaus unterstütze der Förderverein auf unbürokratische Weise Familien und alleinerziehende Eltern, bei denen „die Geldbörse nicht so dick ist“, um deren Kindern zum Beispiel die Teilnahme an Theaterbesuchen zu finanzieren. Ein Problem, von dem übrigens nicht nur Hartz-IV-Empfänger betroffen seien, betonte sie.

Umrahmt wurden die Wortbeiträge durch unterhaltsame Einlagen der jetzigen zweiten Klassen, deren Darbietungen von einer geschauspielerten Unterrichtsstunde, über ein gemeinsam gesungenes Lied bis hin zu einer kurzen Zirkusvorführung reichten. Zum Abschluss der Einschulungsfeier wurden die neuen Erstklässler in Schulklassen aufgeteilt und suchten dann mit ihren Klassenlehrerinnen für gut eine Unterrichtstunde ihre Klassenräume auf, wo sie schließlich ihre Schultüten in Empfang nehmen konnten.

„Unglaublich, wie die Zeit gerast ist – eben war er noch in der Krabbelgruppe, jetzt ist er schon in der Schule“, resümierte die Bückeburgerin Caroline Woelke-Bock angesichts des ersten Schultages ihres siebenjährigen Sohnes Tilman Sebastian. Schon dessen Segnung im vorausgegangenen Einschulungsgottesdienst habe sie als „beeindruckend“ empfunden, da dies den großen Schritt ins „richtige Leben“ eingeläutet habe.

Noch ein paar Zahlen: Nach Auskunft von Christian Schütte, Mitarbeiter im Bückeburger Schulamt, wurden in der Grundschule Im Petzer Feld 38 Kinder eingeschult, in der Grundschule Evesen 32, in der Grundschule Meinsen 14 und in der Bückeburger Immanuel-Schule 21. Ein neues Angebot in Meinsen ist die „Übermittagsbetreuung“ bis 14 Uhr (einschließlich Mittagessen), bei der bereits alle zehn zur Verfügung stehenden Plätze ausgebucht sind.

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