Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Entscheidung für Städtebausanierung vertagt

Bückeburg Entscheidung für Städtebausanierung vertagt

Von politischer Seite ist immer noch keine endgültige Entscheidung getroffen worden, ob die Stadt Bückeburg in das Städtebausanierungsprogramm für die Windmühlenstraße einsteigt oder nicht.

Voriger Artikel
Hafenprojekt: Bicon hat Bedenken
Nächster Artikel
Arbeitskreis organisiert 56 Ferienangebote

Rechts Gewerbe, links Gewerbe – dazwischen und drumherum Wohnbebauung: Mit der Entscheidung zum Einstieg in das Städtebauförderungsprogramm für die Windmühlenstraße tut sich die Politik angesichts der finanziellen Lage der Stadt sehr schwer, hätte sie doch rund 1,8 Millionen Euro zu finanzieren.

Quelle: rc

Bückeburg. „Ob wir es machen, ist noch nicht abschließend diskutiert“, hat Bürgermeister Reiner Brombach auf Anfrage dieser Zeitung mitgeteilt. Obwohl bei ihm die Entscheidung längst gefallen ist: „Das ist eine Chance für die nächsten Jahrzehnte.“ Weil noch keine Entscheidung gefallen ist und noch weitere Gespräche mit den Anliegern geführt werden müssen, beziehungsweise noch gar nicht geführt worden sind, hat die Stadtverwaltung eine Verlängerung des Förderungszeitraums beim zuständigen Sozialministerium in Hannover um ein Jahr beantragt.

Wie berichtet liegt der Stadt seit 2013 die Zusage grundsätzliche Zusage entsprechender Fördermittel aus dem Förderprogramm „Städteumbau West“ vor. Rund zwei Drittel der auf circa 5,4 Millionen Euro geschätzten Sanierungsprogramms werden von Bund und Land als Zuschuss übernommen. 2014 hat die Stadt bereits eine Zusage für den Erhalt von 150.000 Euro Fördermitteln erhalten. Im Haushalt 2015 sind 83.000 Euro für Planungskosten angesetzt, im kommenden Jahr sollen es bereits 500.000 Euro sein.

Aber genau dort drückt der Schuh. Hat die Stadt überhaupt genügend Geld, um ihren Anteil von rund 1,8 Millionen Euro zu stemmen? Angesichts von 1,5 Millionen Euro, die für einen Krippenneubau bis Ende 2016 gewuppt werden müssen. Oder aber weiteren Kosten im Kindergartenbereich oder einem Erneuerungsstau im städtischen Straßennetz?

Die Politik tut sich schwer, eine Entscheidung zu treffen. Zumal es sowohl bei der Mehrheit als auch der Opposition kritisch gesehen wird, ob für das Gebiet überhaupt Handlungsbedarf besteht, es zu einem attraktiven innenstadtnahen Wohngebiet zu entwickeln. Denn bis heute hat es keine Beschwerden gegeben, dass das enge Nebeneinander von Gewerbe und Wohnen zu Problemen geführt hat. Die zahlreichen Handwerks- und Gewerbebetriebe und auch das Neschen Werk I sind als „nicht störendes Gewerbe“ eingestuft, könnte also durchaus unverändert weiter betrieben werden.

Ein weiteres Problem ist, dass der Stadt noch „keine klaren Erkenntnisse“ vorliegen, wie weitere Anlieger das Sanierungsvorhaben werten, wie es Bürgermeister Brombach formulierte. Es würden noch Gespräche mit Anliegern ausstehen. Die Neschen AG habe seinerzeit ihr grundsätzliches Interesse bekundet, den Standort an der Windmühlenstraße aufzugeben und in das Werk II zu verlagern. Abschließende Gespräche habe es bisher aber nicht gegeben.

Dem Bürgermeister liegen zudem Hinweise des Supermarktes „Penny“ vor, dass er sich an dem Standort „recht wohl“ fühle und nicht mehr an die Wilhelm-Raabe-Straße umziehen wolle. Der Penny-Vertrag laufe nicht mehr sehr lange. Er habe keinen Einblick, wie dort die Zukunft gestaltet werde.

Sicher ist jedenfalls, dass noch in diesem Jahr die „Postenbörse geschlossen, das Gebäude abgerissen und ein Wohngebiet entwickelt wird, so wie es der städtebauliche Vertrag vorsieht, der mit dem Investor seinerzeit im Zuge der Umsieldung des E-Centers auf den Weinberg geschlossen worden ist. Laut dem Eigentümer sei das Gebäude abgängig, noch in diesem Jahr wird geschlossen und abgerissen, sagte der Bürgermeister. rc

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg