Volltextsuche über das Angebot:

7 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Erfolgsgeschichte „Bückeburger Jäger“

Bückeburg Erfolgsgeschichte „Bückeburger Jäger“

Die „Bückeburger Jäger“ stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die am Donnerstag, 21. August, im Museum Bückeburg eröffnet wird. „Anlass der Sonderschau ist das 65-jährige Bestehen der Formation“, erläuterte Anke Twachtmann-Schlichter während der Vorstellung des Projekts.

Voriger Artikel
Schlemmen und Klönen
Nächster Artikel
„Ein heiliges Experiment“

Georg Wolff (Dritter von links) und Dirk Hasse (Dritter von rechts) kündigen gemeinsam mit Museumsmitarbeitern die Ausstellung „Den richtigen Ton getroffen“ an.

Quelle: bus

Bückeburg. Die unter das Leitmotiv „Den richtigen Ton getroffen“ gestellte Präsentation dokumentiere eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte, führte die Museumsleiterin aus.

 Die „Jäger“ führen ihre Ursprünge auf ehemalige Schaumburger Militärmusiker zurück, die im Anschluss an den Zweiten Weltkrieg zu einer Tanzkapelle zusammenfanden. Der Name nahm zwar Bezug auf das 1870 in die Bückeburger Jägerkaserne verlegte Musikkorps des 7. Westfälischen Jägerbataillons, wurde jedoch durch grüne Kleidung und Jagdsymbole ins Waidmännische umgedeutet. Zunächst standen Auftritte bei Hochzeiten und Tanzveranstaltungen, häufig auch bei der englischen Besatzungsmacht, auf dem Programm.

 Von 1950 an absolvierten die jetzt als Berufsmusiker agierenden Interpreten Auftritte in Stadthagen, Wiedensahl, Herford und Bielefeld. Der Bekanntheitsgrad wuchs, und es folgten Kurkonzerte in den Staatsbädern Pyrmont, Salzuflen und Rothenfelde. Einen frühen Karriere-Höhepunkt stellte ein Gastspiel auf der Hannover-Messe dar, das ein mehr als 30 Jahre andauerndes festes Engagement nach sich zog. Die Konzerte bestanden damals meist aus zwei Teilen. Im ersten wurden Stücke aus Oper und Operette zu Gehör gebracht, im zweiten erklangen populäre Titel und Musical-Melodien.

 Bald war die Kapelle im Rundfunk und im Fernsehen zu bestaunen. „Lustige Musikanten“, „Der große Preis“, „Musik ist Trumpf“ und „Hitparade der Volksmusik“, so lauteten einige der TV-Stationen. Hinzu kam die Produktion etlicher Tonträger. Unter dem Dirigenten Georg Wolff, der das Orchester auch heute noch leitet, hielten von 1970 an Dixie-Sound und der Klang moderner Big Bands Einzug ins Repertoire. Die Ära Wolff beinhaltet die Zeit der größten Popularität – 28 Jahre Kurorchester Norderney, 43 Jahre Begleitorchester des Kölner Karnevals, mehr als 50 Jahre Kurorchester Cuxhaven.

 Parallel zur „Bigband Bückeburger Jäger“ besteht seit 1975 das „Bückeburger Blasorchester“. Ziel dieses von Soldaten der Heeresflieger-Waffenschule als eingetragener Verein gegründeten Zusammenschlusses war die Wiederbelebung traditioneller Blasmusik in großer Besetzung. Hierzulande wurde die Neugründung immer mehr als das Orchester der „Bückeburger Jäger“ wahrgenommen. Heute liegt der Unterschied zwischen beiden Gruppen vor allem in der musikalischen Ausrichtung. Während das Blasorchester hauptsächlich Blasmusik spielt und die Musiker nicht berufsmäßig angestellt sind, findet sich im Spielplan um die Berufsmusiker von Georg Wolff überwiegend Tanzmusik.

 „Wir sind eine Gemeinschaft, die in unterschiedlichen Formationen unterwegs ist“, betonten Wolff und der „Jäger“-Vereinsvorsitzende Dirk Hasse während der Ausstellungsankündigung. Eine Konkurrenzsituation habe eigentlich nie bestanden, unterstrich Hasse. Es sei erfreulich, dass im Bückeburger Museum „jetzt die wirklich wahre Geschichte präsentiert“ werde.

 Die Schau führt die Historie beider Kapellen in chronologischer Form vor Augen. Zu sehen sind viele Fotos und Dokumente, umfangreiche Begleittexte erhellen Bezüge und Zusammenhänge. „Selbstverständlich kommt auch die Musik nicht zu kurz“, stellte Twachtmann-Schlichter heraus, als sie auf die Erstellung etlicher Hörproben hinwies.

 Ausführliche Kostproben ihres Könnens werden alle „Bückeburger Jäger“ im Rahmen eines Jubiläumskonzerts darbieten, das am Sonnabend, 6. September, um 18 Uhr im großen Saal des Rathauses beginnt. Karten im Vorverkauf gibt es in der Geschäftsstelle unserer Zeitung an der Langen Straße 20 in Bückeburg. Und wem der Sinn nach noch ein wenig mehr Jägerei steht, kann tags drauf in der Kurparkhalle in Cuxhaven-Döse eine „Jägerparty“ besuchen.bus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Unternehmen quer durch alle Branchen haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Aktion der Lions Clubs beteiligt, deren Erlös auch der „Weihnachtshilfe“ der Schaumburger Nachrichten zugute kommt. Hier finden Sie ab dem 1. Dezember die täglich aktuellen Gewinnnummern. mehr

In Ruhe einkaufen, erholsam Urlaub machen, in die Stadtgeschichte eintauchen oder einfach mal in einem der vielen Restaurants und Kneipen die Seele baumeln lassen. Lernen Sie Stadthagen von einer ganz anderen Seite und auf ganz besondere Weise kennen. mehr

Schaumburg