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Erntefest-Anhänger beschlagnahmt

Gutachter soll straßenverkehrsrechtliche Fragen klären Erntefest-Anhänger beschlagnahmt

In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Bückeburg hat die Polizei den Erntefest-Anhänger beschlagnahmt. Er wird jetzt von einem Gutachter untersucht. Gegen den Fahrer des Gespanns wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt.

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Mit einem Großaufgebot waren die Rettungskräfte am Samstagabend im Einsatz, um sich um zwölf Verletzte zu kümmern.

Quelle: pr

BÜCKEBURG/RUSBEND. Wie berichtet waren am Samstagabend zwölf Menschen verletzt worden, als der Anhänger des Treckergespanns beim Abbiegen in die Straße Heveser Feld im Bückeburger Ortsteil Warber umgekippt war.
Elf Menschen konnten nach der Behandlung von Schnittwunden und Prellungen noch am Samstagabend das Krankenhaus verlassen. Ein Mitfahrerin brach sich bei dem Unfall das Handgelenk und verlor drei Zähne. Nach Informationen unserer Zeitung kann die Frau aber heute (9. August) das Klinikum Minden verlassen.

Auf dem Anhänger befanden sich zum Zeitpunkt des Unallfs nach Angaben der Polizei insgesamt 21 Mitglieder der Trachtengruppe Rusbend, die im Rahmen ihres Erntefestes, das am kommenden Wochenende gefeiert wird, zum Toltern in Rusbend und den umliegenden Dörfern unterwegs war, um die Bewohner einzuladen und um Spenden für das Erntefest zu bitten. Das Fest wird übrigens unverändert über die Bühne gehen.

Straßenverkehrsrechtliche Einordnung muss geklärt werden

Wie der Pressesprecher des Polizeikommissariats Bückeburg, Matthias Auer, auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte, sei von den Beamten am Montag noch einmal der Unfallort und das Gespann eingehend unter die Lupe genommen worden. Dabei seien eine Reihe von Fragen aufgetaucht, die jetzt durch die Beschlagnahme des Anhängers und der Einschaltung eines Gutachters beantwortet werden sollen.
Insbesondere geht es um die straßenverkehrsrechtliche Einordnung des Anhängers, der für die Bedürfnisse eines Erntefest-Umzugs umgebaut worden sei, so Auer. So sei der Anhänger verbreitert worden, um Raum für Sitzmöglichkeiten zu schaffen. Es sei eine Auf- und Abstiegsmöglichkeit angebaut worden, sowie ein Regenschutz. Alles Dinge, die straßenverkehrsrechtlich eingeordnet werden müssten. Nach Informationen unserer Zeitung ist der umgebaute Anhänger seit fast zwei Jahrzehnten ausschließlich für Erntefest-Umzüge genutzt worden.

Aus der weiteren Untersuchung des Unfallorts erhofft sich die Polizei Hinweise auf die Geschwindigkeit, mit der das Treckergespann am Samstagabend in die Kurve gefahren ist. Gegen den Fahrer des Treckers, der zum Unfallzeitpunkt nüchtern gewesen ist, wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung ermittelt. Auch Fragen des Führerscheinrechts und hier insbesondere der Personenbeförderung werden beleuchtet, sagte Auer weiter.

Zeugen werden befragt

Mittlerweile liegt der Polizei auch eine Liste der Menschen vor, die sich zum Zeitpunkt des Unfalls auf dem Anhänger befunden haben. Hier würde in den kommenden Tagen die Befragung der Zeugen erfolgen, sagte Auer weiter. Geklärt werden müsse, ob die Menschen auf dem Wagen zum Zeitpunkt des Unfalls gesessen haben oder ob zum Beispiel eine einseitige Belastung des Anhängers zum Umkippen geführt hat. Der Erntewagen wird am kommenden Wochenende nicht beim Erntewagenumzug dabei sein.  rc

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