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Erste Setzlinge am Gartenteich gepflanzt

Der „Herr der Weihnachtsbäume“ Erste Setzlinge am Gartenteich gepflanzt

Die meisten kennen ihn und seine Firma B.D.T. Music&Light als Spezialisten für von Licht-, Ton- und Bühnentechnik für Veranstaltungen jeglicher Art. Doch sobald es auf das Fest der Liebe zugeht, schlüpft Marinus Kienzl noch in eine weitere Rolle.

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Der Herr der Weihnachtsbäume Marinus Kienzl inmitten des Winterwalds auf dem Weihnachtszauber, der wie auch das übrige Schloss mit seinen Bäumen bestückt wurde.

Quelle: jp

Bückeburg. Heimlich, still und leise hat sich der Bückeburger zu einem der größten heimischen Anbieter von Weihnachtsbäumen gemausert. Nicht nur in zahlreichen Wohnzimmern, auch auf vielen großen Veranstaltungen, auf Straßen und öffentlichen Plätzen, vor Behörden, Geschäften oder Krankenhäusern stehen dieser Tage festlich geschmückte Fichten und Tannen aus seinen Anpflanzungen.

Auch auf dem am vergangenen Wochenende mit einem neuen Besucherrekord zu Ende gegangenen Weihnachtszauber am Schloss Bückeburg zeichneten die Brüder Marinus und Michael Kienzl und ihre technische Crew nicht nur für die gesamte Licht- und Tontechnik (sowie für die spektakuläre Lichtshow) verantwortlich, sondern auch für praktisch alles, was grün war sowie einen Stamm und Nadeln hatte. Insbesondere die gesamte Baum-Ausstattung des erstmals eröffneten Winterwalds auf der Schlossinsel stach ins Auge.

Nur der ganz große Baum im Eingangsbereich des Schlossplatzes, der dort noch bis nach Weihnachten stehen wird, stammt nicht von ihnen.

Angefangen hat die Leidenschaft für die Nadelbäume bei Marinus Kienzl vor rund 20 Jahren. Seine ersten Setzlinge pflanzte er damals rund um einen Teich auf dem Gelände seiner Eltern in Meinsen. Im Jahr 2000 konnten dort die ersten Weihnachtsbäume geschlagen und verkauft werden.

Was für den Bühnentechnik-Profi damals noch als reines Hobby mit 40 Fichten begann, hat sich mittlerweile zu einem echten Geschäftszweig entwickelt. Seit 2007 verkauft Marinus Kienzl die weihnachtlichen Lichtträger in größerem Maßstab. Heute wachsen Tannen, Fichten und Kiefern bei ihm auf einer Gesamtfläche von mehreren Fußballfeldern in Uchtdorf, Volksen, Schermbeck und Achum heran. Weihnachtsbäume aus dem Hause Kienzl stehen in Bückeburg wie auch in diversen anderen Innenstädten, in Geldinstituten oder in Bad Pyrmont vor mehreren Kurkliniken.

Zu 90 Prozent ist es die klassische Nordmanntanne, die der Käufer bei Kienzl für das heimische Wohnzimmer verlangt. Genauso finden sich auf seinen Anbauflächen aber auch die deutlich schwerer zu ziehende Colorado-Tanne, auch bekannt als Grau-Tanne, und die auch als Nobilis-Tannen bekannten Pracht- oder Edel-Tannen sowie alle nur erdenklichen Arten von Fichten.

„Wir setzen bei unserer Weihnachtsbaumzucht auf Regionalität und auf biologischen Anbau“, betont Kienzl. Regionalität, das heißt, dass seine Weihnachtsbäume möglichst auch dort verkauft werden sollen, wo sie gewachsen sind und geschlagen wurden und nicht zuvor Hunderte von Kilometern Transportweg hinter sich haben. Bei der Anzucht und Pflege wird – so weit irgendwie möglich – auf Chemie und Pflanzenschutzmittel verzichtet. Zudem wachsen die Weihnachtsbäume bei Kienzl nicht nur auf Ackerflächen, sondern auch auf Wiesen.

Wichtig für den Wuchs und das Aussehen eines guten Christbaums ist vor allem ausreichend Niederschlag im Frühjahr. „Und der war dieses Jahr auch in Ordnung“, so Marinus Kienzl. Ungewöhnlich stark fiel im Jahr 2014 hingegen der Grasbewuchs rund um die angehenden Kerzenträger aus: „So viel mähen wie in diesem Jahr mussten wir noch nie.“

Was empfiehlt Kienzl, damit ein Baum, sobald er einmal in der guten Stube steht und Weihnachtsstimmung verbreitet, möglichst lange seine Farbe und seine Nadeln behält? „Natürlich Wasser und eine ausreichende Belüftung der Räumlichkeiten.“ Geradezu verheerend wirke sich dagegen eine Fußbodenheizung aus: „Damit wird ein Weihnachtsbaum förmlich geröstet, der sieht dann nach einer Woche aus, als stünde er seit drei Monaten.“ jp

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