Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Erweiterungsbau übergeben
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Erweiterungsbau übergeben
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
06:17 30.04.2012
 Die „Lümmel aus der ersten Bank“: Landrat Jörg Farr (von rechts) und die Kreistagsabgeordneten Horst Sassenberg und Eckhard Ilsemann testen, ob die neuen Stühle im Erweiterungsbau des Adolfinums tatsächlich so schön wackeln, wie von den Schülern behauptet. Tun sie. Quelle: rc
Anzeige
Bückeburg

Bückeburg (rc). Nachdem die Schüler die neuen, modernen, hellen und großen Räume – drei Unterrichtsräume, zwei Biologieräume und ein Raum für die biologische Sammlung – schon seit kurz vor Ostern nutzen, fand gestern Mittag die Einweihung des Erweiterungsbaus statt.

 „Wir sind glücklich“, freute sich Schuldirektor Michael Pawel vor den Spitzen der Politik, der Verwaltung, seines Kollegiums und der Schüler: „Wir haben endlich den ganz großen Vorteil, dass wir keine Außenstelle mehr haben und alle Schüler unter einem Dach sind.“ Seit 2004 habe es die Pendelei zwischen Unterwallweg und Hofwiesen gegeben, eine Situation, die für alle Beteiligten nicht immer ganz leicht gewesen sei. Und dankte allen, die zur Realisierung beigetragen haben. „Was sagen die Schüler?“ fragte er. Um selbst die Antwort zu geben, die er von einem Schüler erfragt hatte: „Ganz toll.“ Und: „Die Stühle sind geil, die wackeln so schön.“ Was sie tatsächlich tun. Um künftigen Haltungsschäden vorzubeugen.

 Freude auch bei Landrat Jörg Farr. Der sich darüber freute, dass der Kreis trotz klammer Kasse die Erweiterung finanzieren konnte, die auch noch termingerecht fertiggestellt wurde. „Bildung hat bei uns höchste Priorität. Wir investieren in die Ausbildung unserer Kinder.“ Was sich auch daran zeige, dass der Kreis in den vergangenen Jahren allein sieben Millionen Euro in das Adolfinum gesteckt hat. Außer der Erweiterung sei in dieser Baurunde noch die Mensa erweitert, die Verwaltung umgestaltet, das Hausmeisterhaus renoviert und der Schulhof gemacht worden. Was noch folgt, ist die Sanierung von Toiletten und 2013 die Umgestaltung der innen liegenden alten Fachräume, die seit geraumer Zeit nicht mehr genutzt werden dürfen, weil sie keine Fenster haben.

 Schulen müssten sich immer neuem Veränderungsdruck stellen und auf neue Gesetze oder Verordnungen aus Hannover reagieren, so der Landrat weiter. Mit der inklusiven Beschulung stehe den Schulen ab 2013 eine weitere Herausforderung bevor. Herausforderungen, an denen sich das Land finanziell beteiligen müsse, so der politische Schlenker Farrs.

 Die Bückeburger Schullandschaft sei zukunftsfähig und baulich gut gerüstet. Sprach‘s und überreichte dem Direktor eine große Klebefolie mit einem Unterwasserbild als Hintergrundfoto für das vom Adolfinum seit Langem gewünschte Aquarium.

 Die frei gewordene Außenstelle direkt neben der Graf-Wilhelm-Schule wird derzeit renoviert und saniert. Sie soll zum Sommer fertiggestellt sein, wenn die Hauptschule Graf-Wilhelm-Schule und die Realschule Herderschule zur Oberschule fusionieren – am Standort der Hauptschule. Der Standort Herderschule wird aufgegeben und verkauft, weil es zu teuer wäre, das alte Gebäude vor allem energetisch zu sanieren. 

Anzeige