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Bückeburg Stadt „Es geht uns ausgezeichnet“
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt „Es geht uns ausgezeichnet“
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17:45 22.06.2018
Bei der Vertreterversammlung der Volksbank in Schaumburg informiert Vorstandsmitglied Joachim Schorling über die Geschäftsentwicklung. Quelle: wk
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Bückeburg

Im selben Zeitraum erhöhten sich die bilanzwirksamen Kundeneinlagen des mehr als 23.000 Genossenschaftsmitglieder zählenden Geldinstitutes um 12,4 Prozent auf 1,071 Milliarden Euro. Die bilanzunwirksamen Kundeneinlagen hinzugerechnet, summierte sich das „Betreute Kundenanlagevolumen“ sogar auf insgesamt 2,012 Milliarden Euro (2016: 1,811 Milliarden Euro).

Das berichtete Joachim Schorling, Vorstandsmitglied der Volksbank in Schaumburg, bei der im Bückeburger „Rathaussaal“ ausgerichteten Veranstaltung, an der knapp 290 Gäste (darunter 155 gewählte Vertreter) teilnahmen. Zudem informierte er, dass das Geldhaus im vergangenen Geschäftsjahr auch eine „sehr hohe Kreditnachfrage“ verzeichnet hat, indem das „Betreute Kundenkreditvolumen“ gegenüber dem Vorjahr (1,208 Milliarden Euro) auf 1,323 Milliarden Euro gestiegen ist. Ebenfalls erfreulich: Bedingt durch die gute Konjunktur gab es „keine nennenswerten Kreditausfälle“.

„Es geht uns ausgezeichnet“, resümierte Schorling. Den im Geschäftsjahr 2017 erzielten Jahresüberschuss bezifferte er auf rund 3,7 Millionen Euro (2016: 3,6 Millionen Euro). Steuern habe man „so viel wie noch nie“ gezahlt - nämlich 6,9 Millionen Euro, ergänzte er.

Im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat der Volksbank in Schaumburg schlug der Vorstand der Versammlung vor, den Jahresüberschuss wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von zwei Prozent (in Summe rund 202.000 Euro) plus Ausschüttung eines „Mitgliederbonus“ in Höhe von insgesamt rund 426.000 Euro. Der Rest – rund 1,05 Millionen Euro – sollen „Ergebnisrücklagen“ zugeführt werden. Die Vertreter votierten bei vier Nein-Stimmen und einer Enthaltung für den vom Vorstand unterbreiteten Verwendungsvorschlag.

Erhöhung der Dividende nicht sinnvoll

Auf die vorherige Nachfrage einer Versammlungsteilnehmerin, ob die zweiprozentige Dividende angesichts der positiven Geschäftsentwicklung nicht auf drei oder vier Prozent erhöht werden könne, hatte Schorling erklärt, dass dies nicht sinnvoll sei. Als Begründung hatte er unter anderem angeführt, dass eine Erhöhung der Dividende zu Lasten des „Mitgliederbonus“ gehen würde, der ein finanzieller Anreiz für jene Kunden sei, die „eng mit uns zusammenarbeiten“.

Bezogen auf das laufende Geschäftsjahr berichtete Schorling indes, dass die Volksbank in Schaumburg in diesem Jahr ihr 150-jähriges Bestehen feiert. Dies sei schon „ein ganz besonderes Jubiläum“, resümierte er. Mehr noch: Für das Geldinstitut sei dieses Jubiläum „Ansporn und Verpflichtung, für unsere Kunden und Mitglieder da zu sein“ sowie genossenschaftliche Werte zu leben, um das Schaumburger Land voranzubringen.

In Anbetracht der bisherigen Entwicklung des Geschäftsjahres 2018 merkte Schorling an, dass der Vorstand für dieses Geschäftsjahr „ein ähnlich gutes Ergebnis wie in der Vergangenheit“ erwarte. Aber: „Die wirtschaftliche Entwicklung und das politische Umfeld ist für uns alle fordernd.“

Zwar wachse die deutsche Wirtschaft seit mehreren Jahren in Folge und man habe in Deutschland Vollbeschäftigung, demgegenüber gebe es jedoch „neue Realitäten, die in den Vordergrund rücken“: So etwa den Brexit und dessen Auswirkungen, die zwischen befreundeten westlichen Länden rauer gewordene Tonlage, die in einer Sinnkrise steckende Europäische Union und die Frage, ob es zu einem Handelskrieg kommt. Gleichwohl: Die Volksbank in Schaumburg werde weiterhin auf Kundennähe setzen und in ihr Geschäftsstellennetz investieren wird, sagte Schorling. Und: „Wir entlassen keine Mitarbeiter, sondern suchen Mitarbeiter und stellen ein.“

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