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Evergreen für Leseratten: Kaum Platz zum Stöbern

Bückeburg / Bücherflohmarkt Evergreen für Leseratten: Kaum Platz zum Stöbern

Er ist seit mehr als 20 Jahren ein Evergreen, der zweimal im Jahr wahre Massen von Bücherfans in das Obergeschoss der Alten Lateinschule in der Schulstraße lockt: der Bücherflohmarkt der Stadtbücherei Bückeburg.

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 Der Dachgeschossraum der Stadtbücherei drohte zeitweilig aus den Nähten zu platzen.

Quelle: jp

Bückeburg. Bückeburg (jp). Mit 803 Romanen, 768 Sachbüchern und 370 Kinder- und Jugendbüchern war diesmal das Angebot an ausrangierter oder gespendeter Leseware sogar noch etwas höher als bei den vorangegangenen Terminen. Und dicht gedrängt standen dabei nicht nur die Reihen der gedruckten Schnäppchen auf den Tischen, auch die Flohmarkbesucher kämpften sich so zahlreich durch das literarische Angebot, dass der Dachgeschossraum der Stadtbücherei zeitweilig geradezu beängstigend Klaustrophobie fördernde Platzverhältnisse bot.

 Und auch wenn es den Bücherflohmarkt schon seit mehr als zwei Jahrzehnten gibt, so finden sich doch immer wieder neue Fans der Veranstaltung. Erstmals war Diana Raschke aus Krainhagen dabei auf Bücherjagd gegangen und war dabei mehrfach fündig geworden. „Ich habe zufällig davon gehört und bin das erste Mal hier“, so die 19-Jährige. Dabei hatte es die Schülerin des Gymnasiums Adolfinum Bückeburg gezielt auf Fachbücher zum Thema Kunstgeschichte und Psychologie abgesehen, „weil die nämlich neu gekauft unfassbar teuer sind“. Der Bildband „Auf den Spuren von Albrecht Dürer nach Italien“ war ihr dabei unter anderem in die Hände gefallen – er hätte neu mehr als 30 Euro gekostet. Ebenso kann die Abiturientin nach ihrem Beutezug über den Bücherflohmarkt mehrere Bände über Caspar David Friedrich ihr Eigen nennen sowie Fachliteratur über Siegmund Freud und über die Traumdeutung.

 Außer den Büchern waren diesmal mit 57 Kassetten, 28 DVDs, 107 Videos, 35 CDs und 19 PC-Spielen auch wieder zahlreiche Vertreter elektronischer oder sogenannter „Neuer Medien“ im Angebot. Wobei das Adjektiv „neu“ dabei auch differenziert zu betrachten ist: Während DVDs und CDs noch als gängige Ton- und Bildträger produziert und vertrieben werden, ist die Ära der klassischen Music-Cassette (MC) oder auch Compact-Cassette (CC) in den Industrieländern weitestgehend beendet.

 Auch Abspielgeräte für Video-Cassetten des Typs Video Home System (VHS) dürfte es zwar in vielen Haushalten noch geben, doch auch dieses, wie die Music-Cassette auf der Magnetbandtechnologie beruhende Medium ist im Handel schon lange ein Auslaufmodell. So erschien 2006 der letzte Hollywoodfilm auf VHS.

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