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Exklusive Morgenarbeit

Bückeburg Exklusive Morgenarbeit

Die Fürstliche Hofreitschule scheint unter Musikern und prominenten Künstlern der Mittelalter-Szene eine erste Adresse zu sein. Mit Ingo Hampf gab sich jetzt ein Vertreter einer ganz besonders prominenten Musikformation im Renaissance-Reithaus die Ehre.

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Ingo Hampf (Zweiter von rechts) mit Hofbereiterin Diana Krischke (von links), Direktorin Christin Krischke und Hofreitmeister Wolfgang Krischke.

Quelle: jp

Bückeburg. Der 50-Jährige ist Gründungsmitglied und Gitarrist bei Subway To Sally, die seit Jahren als erfolgreichste Mittelalter-Rockband Deutschlands gelten. Durch reinen Zufall sei der Kontakt über gemeinsame Freunde zu den Bückeburger Hofbereitern zustande gekommen, meinte der Rockgitarrist, dem beim Auftritt in historischer Barockgewandung mit Laute und schwarzem Dreispitz auf dem Kopf so gar nichts von dem martialischen Habitus anhaftete, mit dem die Musiker seiner Stammband zu Werke gehen.

 „Exklusive Morgenarbeit“ nannte sich die Veranstaltung der Fürstlichen Hofreitschule, der Ingo Hampf mit stilvollen Barockklängen auf seiner Erzlaute die dazu passende, dezente musikalische Untermalung lieferte. Zweimal im Jahr bietet die Hofreitschule im Renaissance-Haus ein solches öffentliches Training an, bei dem die Besucher den Reitern in glanzvollem, historischen Barock-Ornat bei der Arbeit mit den Pferden hautnah über die Schulter schauen können. Ein paar edle kulinarische Verköstigungen sorgen dafür, dass sich das Ganze tatsächlich so anfühlt wie eben ein morgendliches Training im 17. Jahrhundert, als man sich als adliger Reiter morgens die Zeit mit ein wenig Reiten, ein paar Häppchen und ein wenig Musik hören vertrieb. Wenn nicht gerade Krieg war.

 „Das fühlt sich schon sehr authentisch an“, befand auch Ingo Hampf, der die gediegene Atmosphäre der „Exklusiven Morgenarbeit“ als völligen Kontrast zum wilden, leidenschaftlichen und exzessiven Rock-Gebaren beim Spielen mit seinen Kollegen von Subway To Sally sichtlich genoss. Schon immer fühlte sich der Musiker, der kürzlich seinen Wohnsitz von Potsdam in die Nähe von Osnabrück verlegte, in verschiedenen Epochen zu Hause. Nicht nur mit der Musik des Mittelalters beschäftigte sich der Gitarren-, Mandolinen, Leier- und Lautenspieler intensiv, sondern auch mit Kompositionen der Renaissance-Zeit und des Frühbarocks: „Diese Musik hat enorm viel Spirit.“ Als Erzlaute, auf Englisch archlute und auf Italienisch arculiuto, bezeichnet man das Instrument, auf dem Ingo Hampf die zweistündige Darbietung in der Fürstlichen Hofreitschule begleitete und das zusätzlich zur Renaissance-Stimmung weitere Basssaiten besitzt.

 Völlig anders mutet dagegen die Musik an, die Ingo Hampf mit seinen musikalischen Mitstreitern aus Potsdam auf die Bühne bringt. Nach dem bereits äußerst düsteren und sehr metal-lastigen 2011er Album „Schwarz in Schwarz“ gingen Subway To Sally mit ihrem im März 2014 veröffentlichten Nachfolge-Werk „Mitgift“ noch einen Schritt weiter und brachten ein Album mit elf nachtschwarzen Mörderballaden heraus, vertonten tatsächlichen Mordgeschichten und Kriminalfällen, stets gesungen aus der Täterperspektive.

 Was die weiter oben erwähnten Kollegen Saltatio Mortis betrifft, heimischen Musikfans bestens bekannt vom Mittelalterlich Phantasie Spectaculum: Man kennt und schätzt sich nicht nur, sondern macht auch häufig gemeinsam Musik.

 Ein ganz besonderes musikalisches Glanzlicht wird Ingo Hampf für die „Eisheilige Nacht“ am 26. Dezember im Bielefelder Ringlokschuppen in Aussicht stellen: Dann werden beide Bands nicht nur eigene Sets spielen, sondern für vier Lieder gemeinsam auf der Bühne stehen und dabei zwei Stücke der jeweils einen und der anderen Formation zu Gehör bringen. jp

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