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Fällt der Schutz der Innenstadt?

Bückeburg Fällt der Schutz der Innenstadt?

Die Stadt Bückeburg wird ihr 2012 verabschiedetes Einzelhandelskonzept überarbeiten. Einen entsprechenden einstimmigen Beschluss hat der Verwaltungsausschuss auf Antrag der Mehrheitsgruppe SPD/Grüne gefasst.

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Mit diesen Plänen ist die Postenbörse bei der Stadtverwaltung vorstellig geworden. 

Quelle: pr.

BÜCKEBURG. In der kommenden Woche wird entschieden, welches Büro mit damit beauftragt wird. Die Überarbeitung samt der erforderlichen neuen Gutachten und Beteiligungsverfahren soll möglichst schnell über die Bühne gehen, um verlässliche Planungsgrundlagen zu bekommen.

Hintergrund ist, dass sich in den vergangenen Monaten die Anfragen von Gewerbetreibenden häufen, die sich im Stadtgebiet ansiedeln wollen – insbesondere in der Kreuzbreite. Nach dem gültigen Einzelhandelskonzept und dessen Beschränkungen sind diese Ansiedlungen allerdings nicht zulässig, wie Bürgermeister Reiner Brombach und Baubereichsleiter Jörg Klostermann mitteilen. „Wir müssen dringend überprüfen, was wir wo zulassen wollen.“, so der Verwaltungschef. Die Stadt müsse weg von Einzelfallprüfungen und wieder hin zu allgemeinen Dingen, um verlässliche Grundlagen zu haben, wie es Klostermann formulierte. Das Einzelhandelskonzept mit seinen Ausführungen und Festlegungen gilt für das gesamte Stadtgebiet.

Interessenten mit genauen Vorstellungen

Wie berichtet, gab und gibt es Anfragen überörtlichen Filialisten, die sich in Bückeburg niederlassen wollen. Seit Jahren Thema ist ein Drogeriemarkt, der bereits diverse Bauvoranfragen gestellt hat, und bisher nicht zum Zuge gekommen ist. Neben dem Kaufland wollte sich ein Sonderpostenmarkt niederlassen, ein Ansinnen, das seitens der Politik ebenfalls abschlägig beschieden worden ist.

Auf der anderen Seite der Stadt im Westen hat die Postenbörse einen Antrag gestellt, den alten E-Center abzureißen und an gleicher Stelle einen deutlich kleineren Neubau zu errichten. Hier besteht das Problem, dass die Stadt mit dem Besitzer der Immobile einen Vertrag geschlossen hat, dass das Gebäude nach der Umsiedlung des E-Centers auf den Weinberg abzureißen ist und ein Baugebiet entsteht.

Schutz der Innenstadt im Kopf

Weiterer Handlungsbedarf besteht am besagten Weinberg, wo nach der Schließung des Aldi-Marktes am Donnerstagabend Nachfolgenutzer auf der Matte stehen. Die Rede ist ebenfalls von einem Drogeriemarkt, aber auch einem Getränkemarkt. Dem Neubau des Aldis, der gestern in der Kreuzbreite eröffnet wurde, war eine Einzelfallprüfung vorangegangen, die schlussendlich nach längerer Verfahrensdauer positiv beschieden wurde.

Die Ansiedlungswünsche sind bisher – nach Einzelfallprüfung – aus zwei Hauptgründen abgelehnt worden: Zum einen gibt es, insbesondere für die Kreuzbreite, eine Größenbeschränkung von 800 Quadratmetern Verkaufsfläche. Zum anderen gibt es Sortimentsbeschränkungen in den Gewerbegebieten. Es darf nicht alles verkauft werden, was der Händler gerne möchte. Diese Beschränkungen wurden 2012 im Einzelhandelskonzept zum Schutz des innerstädtischen Handels festgeschrieben.

Diese beiden Hauptpunkte sollen nach dem Willen der Politik und der Verwaltung nun auf den Prüfstand kommen. Es gelte die Frage zu klären, ob die Beschränkungen „heute noch so effizient sind“, wie es der Bürgermeister formulierte.  rc

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