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Bückeburg Stadt Fahnder jagen falsche Polizisten
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Fahnder jagen falsche Polizisten
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14:27 25.04.2018
Quelle: pr.
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BÜCKEBURG

Die Bewohner sind dadurch stark verunsichert und ängstlich geworden“, sagt ein Sprecher der Bückeburger Polizei.

Die falschen Polizisten hätten sich als Beamte der Kriminalpolizei Bückeburg, Stadthagen oder Hannover ausgegeben. „In einem Fall stellten sich die Täter als Matthias vor, in einem anderen Fall nannten sie den Namen Kleber“, berichtet er. Stets hätten die Betrüger vorgegeben, dass es Festnahmen nach Einbrüchen in Hannover oder Bückeburg gegeben habe und die Angerufenen mit Namen und Adresse auf Listen von Einbrecherbanden stünden und als mögliches Einbruchsopfer in Betracht kämen, schildert er die Vorgehensweise der Kriminellen.

Danach hätten die Anrufer versucht, die Bürger über ihre Wohn- und Lebensgewohnheiten auszufragen. „Die falschen Ermittler wollten wissen, ob die Person am anderen Ende der Leitung alleinstehend ist oder noch andere Menschen im Haus wohnen. Ganz unverhohlen fragte man auch, wie die finanziellen Verhältnisse sind, ob sich ein Tresor im Haus befindet oder ob daheim Sparbücher und Bargeld aufbewahrt werden“, so der Sprecher.

In den bisher bei der Polizei Bückeburg angezeigten Fällen, haben sich die Angerufenen gar nicht oder nur bedingt auf die Fragen eingelassen.

Polizei warnt ausdrücklich

Die Polizei warnt ausdrücklich vor dieser Betrugsmasche. Möglich sei, sagt der Sprecher, dass die Opfer aufgefordert werden, sämtliche Wertsachen sicher in einem Safe oder an einem anderen Ablageort zu deponieren. In einem zweiten Anruf werden die Opfer dann gebeten, die angeblich „gefährdeten Wertsachen“ einem vermeintlichen Polizeibeamten an der Haustür zu übergeben.

„Die Angerufenen sind verunsichert, weil nicht selten im Telefondisplay der Notruf 110 oder sogar die Amtsnummer der örtlichen Polizei angezeigt wird.“ Die Täter seien in der Lage, die Telefone zu manipulieren, hieß es. „Die Anrufer geben sich dabei als Angehörige von lokalen Dienststellen oder sogar als Angehörige des BKA oder des LKA aus“, sagt der Sprecher. In manchen Fällen seien dabei sogar real existente Namen angegeben worden. Die Polizei rät, sich nicht einschüchtern zu lassen und die Polizeidienststelle „unter der bekannten echten Rufnummer zu informieren“.

Der Polizeisprecher stellt klar: Polizeibeamte fordern Bürger nicht auf, ihnen Geld oder sonstige Vermögenswerte auszuhändigen. Auch von der Notrufnummer 110 werde nicht angerufen. leo

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