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Falsches Callcenter zockt Geld und Daten ab

Polizei warnt vor Telefon-Masche Falsches Callcenter zockt Geld und Daten ab

Ein angeblicher Microsoft-Mitarbeiter hat einen Bückeburger telefonisch davon überzeugt, dass die Lizenz seines Computers abgelaufen sei. Der Englisch sprechende Mann mit indischem Akzent brachte sein Opfer dazu, die Zugangsdaten seines Rechners preiszugeben dazu noch 150 Euro zu überweisen.

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Symbolbild

Quelle: Archiv

Bückeburg. Der Bückeburger ging dem falschen Callcenter-Mitarbeiter am Dienstag auf den Leim. "Um den Bezug zum Rechner des Angerufenen zu belegen, liest der Anrufer eine angeblich einmalige Zeichenfolge vor, die tatsächlich auf jedem Windows-Rechner die selbe ist", erklärt der Sprecher der Polizei Bückeburg, Matthias Auer. "Die Anrufer sind sehr hartnäckig in dem Telefonat und treten bestimmend auf."

Ihre Opfer werden dazu aufgefordert, eine Fernwartungsfunktion im Betriebssystem zu aktivieren oder andere Fernwartungssoftware zu installieren, wie zum Beispiel das Programm Teamviewer. Die Täter haben anschließend Zugriff auf den Rechner und greifen diesen an, um Geld zu erpressen oder an Kreditkartendaten zu gelangen.

Ermittlungen von Antivirenherstellern und Polizeidienststellen ergaben, dass durch ausländische Callcenter zufällige Nummern angewählt werden. Die Wahrscheinlichkeit, einen Haushalt komplett ohne PC zu erwischen, sei relativ niedrig. Die Masche ist insbesondere im englischsprachigen Ausland seit etwa 2010 bekannt und in abgewandelter Form seit fünf Jahren auch hierzulande verbreitet.

Einfallsreiche Dame vom "BKA"

Äußerst einfallsreich war eine Dame in einem weiteren Fall, die am Mittwochvormittag bei einem Bückeburger anrief, sich allerdings mit dem Namen eines männlichen Bückeburger Polizeibeamten vorstellte.

Die falsche Ermittlerin eröffnete dem Bückeburger, dass das Bundeskriminalamt gegen ihn ermittele und mittlerweile ein Haftbefehl gegen ihn vorliege. Weitere Auskünfte könne er sich direkt beim Bundeskriminalamt (BKA) einholen. Die Ermittlerin nannte eine Telefonnummer, die nicht die des BKA war und den Namen eines Ansprechpartners, der tatsächlich zur Polizeiinspektion Nienburg/Schaumburg zählt.

"Der argwöhnische Bürger tat das einzig Richtige und nahm sofort Kontakt mit unserer Dienststelle auf", so Auer. "Es hat natürlich wieder eine neue Qualität, dass sich die Straftäter nun sogar echter Namen von Polizeibeamten bedienen, die sie vermutlich aus den Medien entnommen haben und so Bürger verschrecken", führt der Sprecher weiter aus.

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