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Familie symbolisch zusammengeführt

Tag des offenen Denkmals Familie symbolisch zusammengeführt

Seit gestern erinnert auf dem jüdischen Friedhof ein Gedenkstein an Erwin Rautenberg. Der Bückeburger überlebte als einziges Mitglied seiner Familie den Holocaust.

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Der Gedenkstein für Erwin Rautenberg wird während einer feierlichen Zeremonie seiner Bestimmung übergeben.bus

Bückeburg. Er kam über Argentinien nach Los Angeles, wo er 2011 starb. Der von Klaus Maiwald und Mitgliedern der Geschichtswerkstatt (Herder-Schule/Oberschule) im Beisein von Vertretern des öffentlichen und kirchlichen Lebens enthüllte Stein ist am Grab von Rautenbergs Vater, Leo Rautenberg, zu finden, der dort 1940 als letzter jüdischer Mitbürger auf dem Friedhof beerdigt wurde.

 Maiwald hielt bis zum Tod von Erwin Rautenberg engen Kontakt zu ihm. Dieser brachte sein Vermögen in eine Stiftung ein, die Projekte wie die Geschichtswerkstatt und die Sanierung der Alten Synagoge in Stadthagen unterstützt. „Jetzt wird die Familie, zu der auch Ehefrau Selma sowie die Kinder Ruth und Manfred zählten, symbolisch wieder zusammengeführt“, erklärte Maiwald. „Wenn wir die Geschehnisse von damals vergessen würden, würden wir diesen Menschen nicht gerecht werden“, betonte Bürgermeister Reiner Brombach.

 Sigmund Graf Adelmann von der Schaumburger Landschaft bezeichnete Erwin Rautenberg als „beeindruckende Persönlichkeit“. Mit der Einbeziehung des Friedhofes in den Denkmaltag solle auch an das Jahrhunderte währende Zusammenleben von Juden und Nichtjuden in Bückeburg erinnert werden. „Wir haben die Errichtung des Gedenksteins mit großer Freude zur Kenntnis genommen“, sagte Bodo Riethmüller im Namen des Landesverbandes jüdischer Gemeinden in Niedersachsen. Der 1793 erstmals erwähnte Friedhof beherbergt heute rund 160 Gräber. bus

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