Bückeburg. Nachdem bereits die Gründungsversammlung im Oktober 2009 allseits auf der Positivseite gebucht worden war, erhielt auch das im Rathaus organisierte erste Arbeitstreffen durchweg gute Noten. „Sie haben tolle Ergebnisse zutage gefördert“, würdigte Maria Schwille vom Bonner Servicebüro des Bündnisses das Engagement der Teilnehmer.
In der 2004 unter Federführung des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gestarteten Aktion sind gegenwärtig (Stand: 12. Februar 2010) bundesweit in rund 5200 Projekten mehr als 13 000 Personen aktiv. In Bückeburg folgten etwa 80 Frauen und Männer der Einladung in den neuen Ratssaal der bei der Stadtverwaltung angesiedelten Lenkungsgruppe. Sie vertraten die Anliegen und Interessen von rund 40 Gruppen, die während der Gründungsversammlung ihren Beitritt erklärt hatten. Alles in allem gehören dem hiesigen Bündnis knapp 80 Gruppen an; im Verlauf des Arbeitsphasenauftakts kamen vier hinzu.
Schwille bezeichnete als vorrangige Ziele der Initiative das passgenaue Entwickeln nachhaltiger und sichtbarer Lösungen. Familienfreundlichkeit solle vor Ort spürbar werden. Lokale Bündnisse stellten Arbeitsbündnisse lokaler Akteure dar, die in unterschiedlichen Organisationsformen Familienpolitik gemeinsam gestalteten. Gestützt von starken Partnern jedweder Couleur, gehe es darum, neue Angebote zu schaffen, bestehende Angebote zu bündeln und die Interessen der Teilnehmer miteinander zu vernetzen.
Im Namen der Lenkungsgruppe fassten Maike Aldag, Anka Knechtel, Brigitte Einfalt-Spieß und Bernd Schierhorn zusammen, dass Bückeburg als kinder- und familienfreundliche Kommune bereits vielfältige Angebote vorhalte. Das Lokale Bündnis habe aber dennoch Sinn, weil sich die Gesellschaft stets im Wandel befinde und Notwendigkeiten sowie Bedürfnisse sich änderten. „Bewegung und Weiterentwicklung sind notwendig“, unterstrich das Quartett, das auch für die Leitung der zunächst vier eingerichteten Arbeitsgruppen verantwortlich zeichnete.
Die Gruppen behandelten die Themen „Kinder und Jugendliche in Bildung und Freizeit“, „Familienfreundliches Lebensumfeld“, „Öffentlichkeitsarbeit/Vernetzung“ und „Miteinander der Generationen“. Bei der Herangehensweise an mögliche Problemlösungen bedienten sich die Teilnehmer diverser Verhaltensmuster. In die Diskussionen der mit etwa 40 Mitgliedern größten AG (Kinder und Jugendliche), zum Beispiel, flossen 22 unterschiedliche Teilaspekte ein. Deren thematische Bündelung führte schnell zu der Erkenntnis, die Runde in drei Untergruppen aufzuteilen. Hier ging es zunächst um Grundsätzliches. „Welche Idee wollen wir zunächst umsetzen?“, „Was können wir selbst tun?“ und „Wer ist in diesem Halbjahr Sprecher der AG?“ lauteten einige der Fragestellungen. Viele Gruppen machten unterdessen Nägel mit Köpfen und vereinbarten bereits feste Termine für ihre nächsten Zusammenkünfte.
Zusätzlich zu den Gruppentreffen soll das Lokale Bündnis für Familie zukünftig ein- oder zweimal pro Jahr veranstaltete Plenumsversammlungen erleben. Das erste Plenum ist nach Auskunft von Lenkungsgruppenmitglied Stefan Reinecke für Oktober oder November dieses Jahres vorgesehen. Das Bündnis ist unter der E-Mail-Adresse familie@bueckeburg.de und unter Telefon (0 57 22) 20 61 52 zu erreichen. bus
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