Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Fast wäre sie im Knast gelandet
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Fast wäre sie im Knast gelandet
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:16 26.10.2016
Barbara Salesch berichtet bei den Landfrauen über ihr Leben und ihre Arbeit. Quelle: jp
Anzeige
BÜCKEBURG

Dass die 1950 in Karlsruhe geborene Juristin inzwischen als Malerin, Bildhauerin und Buchautorin tätig ist und nur wenige Kilometer von Bückeburg entfernt in einem zu Petershagen gehörenden Dorf lebt, dagegen sicher nicht ganz so viele.

Salesch hatte daher keinen sonderlich langen Anfahrtsweg, um beim jüngsten Frauenfrühstück der Landfrauen Bückeburg ihr Buch „Ich liebe die Anfänge“ vorzustellen. Mehr als 100 Frauen im „Alten Forsthaus“ ließen sich die Gelegenheit nicht entgehen, mit der ehemaligen TV-Richterin, die 2356-mal auf Sat.1 Recht sprach, in deren biografische Vergangenheit einzutauchen. Um zum Beispiel zu erfahren, wie sie vergleichsweise zufällig zur Entscheidung gelangte, Jura zu studieren. Allzu fleißig war sie seinerzeit nicht, wie sie einräumte: „Wenn wir mittags um 12 Uhr aufgestanden sind, haben wir meistens die Sektkorken in Richtung Uni knallen lassen.“ Die Folge: Jura lernte sie erst wirklich in der Referendar-Zeit, „was mir aber viel lieber war, denn da hatte ich ja die Akten zur Verfügung“.

In Hamburg ging es ans Landgericht

Von diversen Wendungen und Neuanfängen war ihre 20-jährige berufliche Tätigkeit in Hamburg gekennzeichnet, wo sie unter anderem als Staatsanwältin und als Richterin am Landgericht für Betäubungsmittelstrafrecht tätig war. Als man ihr die Leitung der in die Schlagzeilen geratenen Justizvollzugsanstalt Fuhlsbüttel antrug, entschied sie sich dagegen und übernahm stattdessen als Vorsitzende Richterin eine Berufungskammer am Landgericht Hamburg.

So war denn auch zu erfahren, dass Saleschs Fernseh-Karriere um ein Haar „im Bierglas ertrunken“ wäre, als sie Ende der neunziger Jahre auf einer geselligen Veranstaltung von der Hamburger Landgerichtspräsidentin angesprochen wurde und sie zunächst ganz entsprechend dem Credo ihres Vaters reagierte: „Wenn Freiwillige gesucht werden, sollte man sofort einen Schritt zurücktreten.“

2012 war Schluss

Erst ihre Eitelkeit führte dazu, mit der Möglichkeit einer TV-Karriere vor ihrem Referendar anzugeben und diese anschließend auch umzusetzen. Die weiteren 13 Jahre sind längst Fernsehgeschichte. Erst 2012 hängte Salesch die schwarze Richterrobe im Studio endgültig an den Nagel, um sich seitdem auf einem ehemaligen Bauernhof ihren künstlerischen Ambitionen zu widmen.

Ihr Buch versteht die Ex-TV-Richterin nicht nur als Biografie, sondern auch ein wenig als geschriebene Lebenshilfe: Alle Entscheidungen ihren zukünftigen Lebensweg betreffend habe sie sowohl von ihrem Kopf als auch ihrem Bauch absegnen lassen: „Verstand und Gefühl, beides muss stimmen.“ jp

Bückeburg Stadt Bückeburger Grundschulkinder wirken mit - Luther auf der Musicalbühne

Auch Bückeburger Grundschulkinder werden sich in den kommenden Monaten intensiv mit dem Leben und Wirken des Reformators Martin Luther auseinandersetzen.

26.10.2016
Bückeburg Stadt Mikroorganismen als fleißige Helfer - Hinter den Kulissen der Kläranlage

„Wir stellen hier natürlich kein Trinkwasser her“, räumt der Leiter des Abwasserbetriebes Rainer Klenke gleich zu Beginn des Besuchs der Bückeburger Kläranlage mit einem weitverbreiteten Vorurteil auf.

24.10.2016

Möglicherweise ist Justus Möser bislang nur Geschichtsinteressierten ein Begriff. Das könnte sich jetzt aber vielleicht ändern: Das Niedersächsische Landesarchiv, Standort Bückeburg, erinnert nämlich ab Dienstag, 25. Oktober, mit einer Ausstellung an den Osnabrücker Politiker und Publizisten.

23.10.2016
Anzeige