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Bückeburg Stadt Federvieh mit zäher Konsistenz
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00:26 28.08.2014
 Rolf Netzer (rechts) ernennt Manfred Hoffmann (Mitte, mit Pokal) zum „Vogel-König“ 2014. Im Bild links neben Hoffmann: Atay Lücke, rechts Mario Bolte.bus
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Bückeburg.

„Das Federvieh ist diesmal von besonders zäher Konsistenz gewesen“, merkte SVB-Vorsitzender Rolf Netzer im Anschluss an den schießsportlich eher legeren Wettstreit an. Am Ende hatte Manfred Hoffmann die Linie Kimme-Korn-Adlerherz-Befestigung am besten angepeilt und durfte den ausgelobten Wanderpokal samt Anstecknadel mit nach Hause nehmen.

 Mit diesem vor allem auch der Kameradschaftspflege dienenden Wettbewerb setzten die Stadtschützen eine 1990 begründete Tradition fort. Damals fiel der Vogel letztlich Achim Mühle zum Opfer. Zweimal (1997 und 2000) ist auch Netzer ganz oben in den Siegerlisten zu finden. Bei der aktuellen Konkurrenz wollte dem Vorsitzenden indes nicht ein einziger Treffer auf die insgesamt 22 zu erringenden Trophäen gelingen. „Manchmal muss man den anderen den Vortritt lassen“, meinte der Vorsitzende.

 Dabei ist Netzer im SVB der profundeste Kenner des hölzernen Flattermanns. Er zeichnet jedes Jahr für die Neuanfertigung des adlerköpfigen Tiers verantwortlich. „Das aus Hartfaserplatten bestehende Geschöpf kommt im Anschluss an das Schießen immer ziemlich gerupft zurück in die Werkstatt“, berichtete der Fachmann. Heuer seien alles in allem rund 350 Schüsse auf es abgefeuert worden. „Allein auf das Herz haben die Kameraden etwa 150 Mal angelegt“, verdeutlichte Netzer die Strapazendichte des Federviehs.

 Beim Schießen auf die 22 am Rumpf befestigten Einzelteile haben die Kandidaten zunächst jeweils zwei Versuche. Wer zwei Teile abgeschossen hat, setzt bis zum „Herzschuss“ aus. Wer eine der beiden Schwingen abschießt, geht als Prinz respektive Prinzessin in die Vereinsannalen ein. Und wer das Herz – jetzt darf nur noch einmal angelegt werden – abschießt, darf sich „Vogel-König“ nennen.

 Die Sache mit dem Herzschuss verfügt allerdings über einen nicht zu unterschätzenden Haken. „Genau betrachtet ist der Haken ein Schnürsenkel“, erläuterte Netzer. Es müsse also nicht das relativ große Pumporgan, sondern der es haltende Senkel getroffen werden. Und weil dieser aus zahllosen feinen Fäden bestehe, reiche ein einziger Treffer erfahrungsgemäß bei Weitem nicht aus. „Somit verwundert es nicht, wenn das Vogelschießen mal ein wenig länger dauert“, gab der Vorsitzende zu verstehen.

 Bleibt anzumerken, dass Atay Lücke und Mario Bolte den Schießstand im Harrl als Zeit- beziehungsweise Drittplatzierte verließen. bus

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