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Ferienaktion vereint Theorie und Praxis

Rettung der Waldarbeiter Ferienaktion vereint Theorie und Praxis

Die Aufgabenstellung versprach dramatische Ereignisse: Zwei womöglich verletzte Waldarbeiter wurden auf dem Gelände der ehemaligen Raketenabschussstation in Reinsdorf vermisst. „Die müssen wir jetzt finden“, gab Bernd Hesseling den jungen Einsatzkräften zu verstehen.

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Auf dem Areal der früheren Raketenstation Reinsdorf steht die Suche nach verletzten Waldarbeitern auf dem Programm.

Quelle: bus

Bückeburg. Bei der Rettungsaktion mussten allerhand Vorsichtsmaßnahmen berücksichtigt werden. „Hier lauern viele Gefahren“, betonte der Einsatzkoordinator.

Dass das Manöver nach rund einer halben Stunde erfolgreich abgeschlossen werden konnte, war nicht zuletzt der Ausbildung der neun Helfer zu verdanken. Diese hatten sie zuvor auf dem Stützpunkt des Ortsvereins Bückeburg des Technischen Hilfswerks (THW) an der Petzer Straße absolviert. Die Rettung stellte Höhepunkt und Abschluss des vom THW organisierten Ferienangebots „Tag der Technik“ dar.

Während der sieben Stunden dauernden Aktion erhielten die Teilnehmer abwechslungsreiche Einblicke in die Aufgabenbereiche der vom Bund getragenen Einrichtung. Gleich im Anschluss an die Schutzhelm- und Handschuhausgabe durch Schirrmeister Ingo Waltemathe erfuhren sie Details über die im Einsatz zur Verfügung stehenden Gerätschaften und den Fahrzeugpark, lernten den Umgang mit digitalen Funksprechgeräten und Grundlagen der Personenrettung kennen.

Für die Wissensvermittlung zeichnete unter anderem Jugendbetreuer Uwe Hartmann verantwortlich, der vor drei Jahren im Anschluss an eine Ferienaktion gemeinsam mit seinem Sohn Can beim Hilfswerk anheuerte. Die Ortsgruppe verfügt derzeit nicht nur über mehr als 40 erwachsene Aktive, sondern auch über eine zwölf Köpfe starke Jugendabteilung. „Einige der Mitglieder haben den Weg zu uns über die Ferienaktionen gefunden“, erläuterte Ortsbeauftragter Ralf Kater, der gemeinsam mit rund einem Dutzend Ehrenamtlicher für die Betreuung der Gäste verantwortlich war.

Realistisches Szenario

Nach dem von Köchin Karin Reese zubereiteten Mittagessen stand noch einmal Fahrzeugkunde auf dem Programm. Die anschließende Fahrt nach Reinsdorf absolvierte die Truppe mit drei großen Gerätekraftwagen. Mit von der Partie war auch der 1986 bei Mercedes vom Band gelaufene Oldie „Quasimodo“. Als beim Eintreffen auf dem Gelände des früheren Raketenstützpunktes Blaulicht aufflackerte und Martinshörner erklangen, nahm die Übung realistische Züge an.

Das bis 1997 von der Koninklijke Nederlandse Luchtmacht verwaltete Areal war lange Zeit Bestandteil des niedersächsischen Abschnitts des NATO-Luftverteidigungsgürtels. Derzeit steht das am östlichen Rand der Bückeberge zu findende Gelände dem in Achum stationierten Internationalen Hubschrauberzentrum zu Übungszwecken zur Verfügung. Zahlreiche Ruinen und brachliegende Gebäude kennzeichnen die Szenerie.

„Hier kann man überall stolpern und stürzen“, warnte Hesseling. „Es ist besser, wenn man auf den befestigten Wegen bleibt und die Gebäude nur zusammen mit erfahrenen Kräften betritt.“ Während die Besucher sich mit dem zu erwartenden Erfolg um die Bergung der vermeintlichen Waldarbeiter kümmerten, bereiteten die Gastgeber eine zünftige Grill-Mahlzeit vor. Als der „Tag der Technik“ sich seinem Ende entgegen neigte, erhielten die Ferien-Jungs – Mädchen waren in diesem Jahr nicht dabei – Anerkennungsurkunden. bus

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