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Fern der Heimat

Bückeburg / Schüleraustausch Fern der Heimat

Größere Gegensätze sind kaum vorstellbar: Hier Tokio mit mehr als 13 Millionen Einwohnern, da das überschaubare Bückeburg. Hier eine Schule mit mehr als 3000 Schülern, da das übersichtliche Adolfinum als Gymnasium mittlerer Größe. Doch Kouki Tada gefällt die kleine Welt, in die er vor gut drei Monaten eingetaucht ist: „Die alten Bauten wie Schloss, Remise und Kirche sind besonders schön“, sagt er.

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 Im Zeichen der Moderne: Kouki Tada.

Quelle: pr.

Bückeburg. Wie daheim besucht der 15-Jährige den 10. Jahrgang. Er freut sich über die freundliche Aufnahme in der Klasse 10.4 und hebt hervor, in Deutschland sei es an den Schulen lockerer als in Japan. Deutsch hat er privat gelernt, zunächst allerdings nur so viel, dass die Reise losgehen konnte. In Bückeburg ist ein Jahr lang Fortbildung angesagt, Tag für Tag, denn des Japanischen ist am Adolfinum niemand mächtig. Im Kunstunterricht bei Altersreservist Jürgen Welker, der selbst zwei Jahre in China wirkte, wird Kouki sein Land im Januar präsentieren. Das will gut vorbereitet sein.

 Möglich gemacht hat die Austauschmaßnahme der Rotary Club Schaumburg. Es ist nicht die erste Aktion dieser Art. Dass sich der sympathische Junge bei Familie Gnieser sehr wohl fühlt, spürt man sofort, wenn er erzählt. Gemeinsame Touren führten schon nach Hamburg, Düsseldorf und Berlin. Hannover ist natürlich auch schnell erreicht.

 Ganz offen erzählt Kouki, dass er in der Landeshauptstadt schon mal das Gefühl hatte, als „Typ Asiate“ anders angesehen zu werden. Weltpolitik schimmert durch, asiatische Grenzziehung: „Wie ein Chinese …“ Distanz sei da zu spüren, Skepsis, Kühle: „Manchmal merkt man es an bestimmten Blicken.“ Davon könne in der Schule zum Glück keine Rede sein. Wenn ein Tag mal nicht so rund läuft oder viele Worte fehlen für die lebensnotwendige Verständigung, bleibt dank Internet immer noch der Kontakt mit den Freunden in der Heimat und mit der Familie.

 Dort in Japan heißt der junge Mann übrigens Tada Kouki. Als er den Namen in seiner Schrift notiert, strahlt er. Die eigene Handschrift, die schönen japanischen Schriftzeichen, der eigene Name – das ist in der Fremde von unschätzbarer Bedeutung, das ist die persönliche Note.  r

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