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Fliegende Denkmäler begeistern

Bückeburg Fliegende Denkmäler begeistern

Als am Wochenende der „Fliegenden Denkmäler“ eine „Minimoa“, ein „Reiher“ und ein „Habicht“ zu einem gemeinsamen Formationsflug abhoben, ist Bernd Vogt ein wenig aus dem Häuschen geraten.

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„Ein Bild für den Jahreskalender der Segelflieger“, meint Moderator Bernd Vogt.

Bückeburg. „Das Trio liefert mit großer Sicherheit ein Bild für den Jahreskalender der Segelflieger“, stellte der Moderator in Aussicht. Diese Flugkonstellation sei weltweit einmalig.

„Die von den drei Knickflüglern mit ihrer legendären Flächengeometrie an den Himmel gezaubert Performance werden sie so schnell nicht mehr erleben“, ließ Vogt die Besucher wissen. Dass die Schilderungen des Hauptorganisators der vom Luftsportverein Bückeburg-Weinberg (LSV) auf die Beine gestellten dreitägigen Veranstaltung keine der Vereinssicht geschuldete Betrachtungsweise waren, bestätigte Gerhard Allerdissen. „Das hat es bisher noch nirgendwo auf der Erde gegeben“, bekräftigte der Präsident des Kuratoriums des Deutschen Segelflugmuseums.

Allerdissen berichtete von insgesamt 21 bislang unter Denkmalschutz gestellten Fluggeräten. Der größte Teil befinde sich derzeit indes noch in der Restaurierung. Flugtüchtig seien gegenwärtig neun. Beim LSV waren sieben von ihnen mit von der historischen Luftpartie. Außer „Reiher“ und „Minimoa“ gingen „Doppelraab“, „Schleicher KA 8“, „Weihe“, „Stieglitz“ und „SB10“ an den Start.

Dabei zog die „SB10“ ausnehmend viele Blicke auf sich. Das 1972 unter maßgeblicher finanzieller Mithilfe des Bundesverteidigungsministeriums fertiggestellte „Segelflugzeug Braunschweig 10“ gilt als größtes Segelflugzeug der Welt. „Mit ihren 29 Metern Spannweite vermittelt sie einen geradezu majestätischen Anblick“, meinte Moderator Vogt.

Der „Habicht“ zählt nicht zu den unter „Denkmalschutz“ stehenden Flugzeugen. Dessen ungeachtet nahm der von Christoph Zahn pilotierte Nachbau in der Publikumsgunst einen der vordersten Plätze ein. Insbesondere Zahns atemberaubende Kunstflugvorführungen, in deren Verlauf die Kapriolen des lautlosen Gleiters mittels an den Flügelenden befestigten Rauchpatronen vor Augen geführt wurden, faszinierten die Zuschauer ungemein.

Alles in allem erlebte die Zusammenkunft Starts und Landungen von rund 20 Gastflugzeugen. Unter den Gästen befand sich auch der Herforder Verein für Luftfahrt, der außer der „Schleicher KA 8“ einen Modellnachbau eines Doppeldecker-Hängegleiters präsentierte. Im Zusammenhang mit diesem „Pelzner-Gleiter“ hatte das Herforder Kreisblatt im Juli 1925 formuliert: „Luftfahrt erhebt, himmelwärts strebt, / führt aus des Alltags Sorgen und Braus / hoch uns in blauende Fernen heraus. / Toren, die ihr im Staube lebt: Luftfahrt erhebt.“

Dass es mit der „Erhebung“ speziell im Bereich der „Fliegenden Denkmäler“ in absehbarer Zeit kein Ende haben wird, stellte Kurator Allerdissen in Aussicht. „Vor allen Dingen in der ehemaligen DDR sind noch viele alte Flugzeuge zu entdecken“, gab der Fachmann zu verstehen. Allein im brandenburgischen Finsterwalde kümmerten sich derzeit Restauratoren um die Herrichtung von sechs historischen Fliegern. bus

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