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Flüchtling greift im Streit zum Messer

Urteil: 17 Monate Haft Flüchtling greift im Streit zum Messer

Mit einem Messer ist ein Flüchtling in einer Bückeburger Wohnung im Streit auf einen anderen Zuwanderer losgegangen. Das Opfer erlitt eine Schnittverletzung am linken Oberarm. Fünf Monate nach der Auseinandersetzung hat das Amtsgericht gegen den Täter jetzt eine 17-monatige Haftstrafe verhängt.

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Quelle: dpa

BÜCKEBURG. Bewährung war kein Thema. Richter Dirk von Behren sieht bei dem abgelehnten Asylbewerber „keinerlei Anhaltspunkte für eine günstige Sozialprognose“. Der Angeklagte begehe Straftaten und trinke den ganzen Tag Alkohol, so von Behren. „Das ist sein Tagwerk.“ Außerdem ist das Gericht überzeugt, „dass er mit einer seiner vielen Identitäten untertauchen würde, wenn er auf freien Fuß käme“.

 Herkunft des Angeklagten unklar

 Unklar ist, woher der 30-Jährige kommt. Er selbst behauptet, aus dem Gazastreifen geflüchtet zu sein. Nach dem Streit hatte sich der Täter mit einer Polizistin auf Französisch unterhalten. Richter von Behren könnte sich deshalb vorstellen, dass er aus Nordafrika stammt. Verurteilt hat das Gericht den Mann jetzt noch wegen einer anderen Tat: Aus dem Transporter eines Bückeburger Marktbeschickers hatte der Angeklagte am helllichten Tag eine Geldkassette mit rund 150 Euro Bargeld, Werkzeug und ein Smartphone gestohlen.

Bedrohung und Diebstahl

 In Deutschland hält sich der 30-Jährige seit zehn Monaten auf. In dieser Zeit ist er allein dreimal wegen Diebstahls verurteilt worden. Im jüngsten Prozess stellte das Amtsgericht zudem Verfahren wegen Bedrohung und Diebstahls ein, weil eine zusätzliche Verurteilung in diesen Punkten der Anklage kaum weiter ins Gewicht gefallen wäre. Darüber hinaus wird der Angeklagte von zwei Staatsanwaltschaften wegen Aufenthaltsermittlungen gesucht.

 Nach dem Diebstahl auf dem Wochenmarkt hatte der 30-Jährige sich mit einer Polizistin eine filmreife Flucht über mehrere Zäune geliefert, bevor er hinter einem Busch verschwand. Die Beamtin hatte den polizeibekannten Mann zuvor einwandfrei identifiziert. „Ich war voll“, behauptet der Dieb. „Definitiv nicht, denn dann hätte ich ihn gehabt“, widerspricht die Polizistin. Die Geldkassette hatte der Dieb auf der Flucht weggeworfen.

 Verurteilt hat das Gericht den 30-Jährigen unter anderem wegen gefährlicher Körperverletzung und schweren Diebstahls. ly

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