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Flüchtlinge in die Feuerwehren

Kreisbrandmeister formuliert Aufgaben Flüchtlinge in die Feuerwehren

Die Flüchtlinge in die Feuerwehren zu integrieren – das ist laut Klaus Peter Grote eine der großen Aufgaben für das aktuelle Jahr. Wobei der Kreisbrandmeister diese Aufgabe aufgrund des gänzlich anderen Kulturkreises der Flüchtlinge für „sehr schwierig“ hält.

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Kreisbrandmeister Klaus Peter Grote

Quelle: jp

Bückeburg. „Dennoch“, so Grote, werden sich die Schaumburger Feuerwehren dieser Herausforderung stellen. Zur Sprache gekommen ist all das und noch viel mehr bei der jüngsten Generalversammlung der Ortsfeuerwehr Bückeburg-Stadt am Freitagabend im Bückeburger Rathaussaal.

Bürgermeister Reiner Brombach versprach, die Stadt werde auch weiterhin alle Bückeburger Feuerwehren angemessen ausstatten, um ihrem Auftrag nachzukommen. Die ganz großen Ausgaben für Fahrzeuge und Gebäude gingen 2016 überwiegend in die Ortsteile. Aber auch in die Ortsfeuerwehr Bückeburg-Stadt werde investiert, so unter anderem für ein neues Tor und ein neues Sprungkissen.

Stadtbrandmeister Marko Bruckmann nahm sich in seinem Grußwort des Reizthemas Ehrenamt und seiner Förderung an. Er könne nur mit dem Kopf schütteln angesichts dessen, wie oftmals mit Ehrenamtlichen umgegangen werde, beispielsweise von vielen Arbeitgebern: „Die Leute werden verbrannt, weil sie irgendwann einfach nicht mehr können.“ Sauer stößt dem Stadtbrandmeister auch auf, dass von den vielen Tausend Freiwilligen, die sich derzeit in der Flüchtlingshilfe engagieren, nur rund ein Prozent aus dem Bereich des Zivildiensts kommen. Er wiederholte daher seine Forderung, über ein verpflichtendes soziales Jahr für alle Bundesbürger nachzudenken.

Auf ein überaus arbeitsreiches Jahr 2015 kann die Ortsfeuerwehr Bückeburg-Stadt zurückblicken. 212 Einsätze listete Ortsbrandmeister Torsten Buhrmester auf, davon 76 Brandfälle und 136 technische Hilfeleistungen. Dazu kamen zwei Alarmübungen sowie Brandsicherheitswachen während diverser Großveranstaltungen wie der Landpartie, dem Weihnachtszauber oder der NDR-Stadtwette auf dem Marktplatz.

 Am längsten dürfte den Bückeburger Blauröcken der 7. August in den Knochen gesteckt haben: An diesem Tag bekämpften sie bei mehr als 30 Grad im Schatten das Feuer im Dachstuhl des Restaurants „Jetenburger Hofs“. Bei diesem größten Brandbekämpfungseinsatz in der jüngeren Bückeburger Geschichte waren 150 Einsatzkräfte und 40 Fahrzeuge vor Ort.

 Dass auch ganz andere Ursachen personalintensive Feuerwehreinsätze nach sich ziehen können, zeigte der 29. Mai: Als ein 86-jähriger Bewohner einer Bad Eilser Altenwohneinrichtung vermisst wurde, suchten 120 Einsatzkräfte aus 13 Ortsfeuerwehren in Bückeburg, der Samtgemeinde Eilsen und im Harrl stundenlang nach dem verschundenen Senior. Später wurde der Ausreißer wohlbehalten in Mühlheim an der Ruhr aufgegriffen.

 Dass sich die Zahl der Fehlalarmierungen durch Brandmeldeanlagen 2015 nach dem Höchststand im Jahr zuvor auf das Niveau der Vorjahre einpendelte, ist für Buhrmester kein Anlass zum Frohlocken: „Die Zahl ist immer noch viel zu hoch.“ Er hoffe daher, dass durch eine spürbare Gebührenerhöhung für derartige Einsätze bei den Betreibern von Brandmeldeanlagen endlich ein Umdenken einsetze.

Kreisbrandmeister Grote kritisierte in seinen Grußworten noch einmal nachdrücklich die mehrwöchige Schließung der Niedersächsischen Akademie für Brand- und Katastrophenschutz (NABK) im vergangenen Jahr. Im September hatte die Celler Feuerwehrakademie ihren Ausbildungsbetrieb komplett eingestellt, um als Flüchtlingsunterkunft zu dienen. Erst auf massiven Druck von Feuerwehren aus ganz Niedersachsen war die Einrichtung für den Ausbildungsbetrieb wieder freigegeben worden. Doch auch weiterhin könne der hohe Bedarf an Lehrgängen von der Feuerwehrschule bei Weitem nicht abgedeckt werden. „Hier muss unbedingt investiert werden.“ jp

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