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Folgen des trassenfernen Ausbaus

Ortstermin Folgen des trassenfernen Ausbaus

„Wir werden hier keinen Änderungen zustimmen.“ Evesens Ortsbürgermeister Horst Schwarze sagt das mit lauter und erregter Stimme am Rande der Bückeburger Niederung im Bereich des Abflusses von Aue und Kleiner Aue an der Straße Im Ohr.

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Dort, wo der SPD-Stadtverband sowie die Bigtab steht und die trassenfernen Ausbaupläne diskutiert, könnten sie auf einem Tunnel stehen, wenn die Pläne des Bundesverkehrswegeplans tatsächlich umgesetzt werden.

Quelle: rc

Bückeburg. Wenn die Pläne des Bundesverkehrswegeplans Realität werden, stehen Schwarze und seine Mitstreiter von der SPD und der Bürgerinitiative gegen den trassenfernen Ausbau der Bahn (Bigtab) gerade auf einem Tunneldeckel: etwa dort, wo die trassenfernen Gleise für den Fernverkehr der Bahn für etwa einen Kilometer unter der Erde verschwinden, um hinter Evesen im Bereich des Waldes am Gevattersee wieder an die Oberfläche zu kommen.

 Zu einem Ortstermin hatte der SPD-Stadtverband um seinen Vorsitzenden Jens Meier und dem Bückeburger Ortsvereins-Chef Albert Brüggemann eingeladen, um zu verdeutlichen, wie sehr der trassenferne Ausbau die Landschaft zerschneiden würde. Die Trasse würde mitten durch den feuchtesten Bereich der Bückeburger Niederung führen, diese zerschneiden. „Scheie wäre eine Insel zwischen zwei Bahntrassen“, sagte Meier, selbst Scheier und dort Ortsratmitglied. Achum und Echtorf würden durch ein riesiges Brückenbauwerk zerschnitten, Straßen und Wirtschaftswege nicht mehr nutzbar sein.

 Für alle – inklusive des alten Vorsitzenden der zwischenzeitlich aufgelösten Bürgerinitiative Bigtab, Thomas Rippke – ist klar, dass sie sich gegen die Pläne des Bundesverkehrswegeplans wehren werden. „Wir setzen uns für den trassennahen Ausbau der Bahngleise ein, der trassenferne Ausbau kommt nicht in Frage“, ist die einhellige Meinung. Sie erinnern an die Resolutionen der Räte der damals wie heute betroffenen Städte oder an die des Kreistages: „In denen ist alles festgehalten, was wir von den Plänen halten.“

 Damals, als die Trassenferne ad acta gelegt wurde, hatten sie gedacht, mit einem blauen Auge davon gekommen zu sein, wie es Schwarze formuliert: „Nun müssen wir wieder alles daran setzen und unseren Widerstand zeigen.“ Möglichst viele Bürger ins Boot holen und zum Mitmachen zu bewegen, formuliert es Meier und erinnert an einen alten Slogan: „Mit Masse gegen die Trasse.“ Das müsse wieder hinbekommen werden. Auch die Landes- und Bundespolitiker aller Parteien sollen in Hannover, Düsseldorf oder Berlin aktiv werden, ihren Einfluss geltend machen, sich für den trassennahen Ausbau einsetzen.

 Obwohl es dieses Mal schwieriger werden könnte, wie Rippke nach einer ersten Analyse der Pläne des Bundesverkehrswegeplans befürchtet. Die Planer hätten die damaligen Kritikpunkte, die letztlich das Projekt zum Scheitern brachten, verarbeitet. Und zeigt auf derzeit geplanten Trassenverlauf: „Der hält sich wunderbar aus den gefährlichen Ecken heraus.“rc

 Bückeburg. Der Widerstand gegen die trassenfernen Ausbaupläne der Bahn formiert sich. Während eines Ortstermins in Evesen verdeutlicht die SPD die Folgen, sollten die Pläne Realität werden.

 Dort, wo der SPD-Stadtverband sowie die Bigtab stehen und über die trassenfernen Ausbaupläne diskutieren, könnten sie auf einem Tunnel stehen, wenn die Pläne des Bundesverkehrswegeplans tatsächlich umgesetzt werden.  rc

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