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„Fort Art 3.0“ beginnt um Mitternacht

Bückeburg „Fort Art 3.0“ beginnt um Mitternacht

Mit 16 Künstlern, überwiegend aus der heimischen Region, und einem großen Publikumszuspruch ist jetzt im Fort A in Minden die Kunstausstellung „Fort Art“ über die Bühne gegangen.

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Sehenswert: Holzskulpturen des gebürtigen Nordamerikaners Bob Shippy aus dem Auetal.

Quelle: jp

BÜCKEBURG/MINDEN.. Die Besucherzahl – wegen des freien Eintritts nicht exakt zählbar – dürfte mindestens wie im Vorjahr im Bereich der 600 gelegen haben, und das, obwohl sich die dritte Auflage der Gemeinschaftsausstellung in dem ehemaligen preußischen Festungsbau nördlich des Mindener Bahnhofs diesmal gegen die Konkurrenz von gleich zwei Großveranstaltung zu behaupten hatte: In Bückeburg fand zeitgleich das Mittelalterlich Phantasie Spectaculum statt, in Minden das Freischießen. Mit Erfolg, wie ein ebenso glücklicher wie erschöpfter Lars Hokamp, Veranstalter und Organisator aller drei bisherigen „Fort Art“-Ausstellungen, abschließend bilanzieren konnte: „Begeisterte Besucher und hochzufriedene Aussteller“, so sein Resümee. Schon jetzt hätten sich zahlreiche neue Künstler gemeldet, um sich an der vierten Auflage von „Fort Art“ zu beteiligen.

Experimentelles und Verrottetes

Auch beim dritten „Fort Art“ fand sich in der Riege der ausstellenden Fotografen, Bildhauer und Maler eine bunte Mischung interessanter Neuzugänge und „alter Hasen“ der ersten beiden Ausstellungen. Von Anfang an dabei sind Anka und Heiko Knechtel vom „Atelier 2Art“, die im heimischen Warber schon mehrmals zu ihrem eigenen Künstlerfest einluden. Die auf abstrakte Malerei, Skulpturen und Lyrik versierte Anka Knechtel präsentierte im Fort A eine Reihe von Acrylbildern aus ihrer Serie „Genesis“. Ehemann Heiko Knechtel stellte wiederum seine Einfälle in Sachen experimentelle Fotografie und Lichtmalerei aus.

Zum zweiten Mal beteiligte sich Bob Shippy an der Ausstellung im Fort A: Der Auetaler hatte im vergangenen Jahr mit seinen aufregend gestalteten, bizarr anmutenden Holzarbeiten das erste Mal für Aufsehen gesorgt. Seine Kunstwerke entstehen unter dem Motto „Resurrection Art“ aus ehemals verrottenden Holzstümpfen, Baumresten und Wurzelwerk.

Kunst gehört zum Leben dazu

Einen nicht nur in Bückeburg berühmten Namen trägt Neuzugang Renate von Strauß und Torney. Und das nicht durch Zufall: Die 67-jährige Wahlbückeburgerin ist seit 43 Jahren mit einem direkten Nachfahren des Schaumburg-Lippischen Ministers Viktor von Strauß und Torney (der 1866 die Unabhängigkeit des Fürstentums gegenüber Preußen im preußsisch-österreichischen Krieg rettete) und der Dichterin Lulu von Strauß und Torney verheiratet. Mit Kunst beschäftigt sich die gebürtige Rastederin schon seit ihrer Schülerzeit. 1992 begann sie mit der Arbeit an Collagen, bei denen sie ganz alltägliches Material wie beispielsweise Zeitungsschnipsel zu ganz neuen Ansichten und Deutungsmöglichkeiten umformte. Zahlreiche Anregungen für ihre Arbeit gewann sie dabei vom Museum für moderne Kunst Weserburg in Bremen.

Ganz neu in der Riege der ausstellenden Künstler ist auch Katja Strickland. Die 38-Jährige aus Nienstädt, die im Fort A eine Auswahl an Acrylbildern ausstellte, beschäftigt sich ebenfalls von Kindesbeinen an mit Malerei, wobei es ihr gefällt, sich bei der Auswahl sowohl der Motive als auch der Materialien keine Grenzen zu setzen: „Ob Acrylmalerei oder Vektorgrafiken, ich probiere mich gerne aus.“

Einer, der diesmal seine Werke indes nicht mehr persönlich vorstellen und erläutern konnte, war Sönke Habedank. Der Bückeburger, der sich bereits bei „Fort Art 1.0“ beteiligt hatte, war im vergangenen Oktober verstorben. Wie jetzt bei „Fort Art 3.0“ wird auch bei der kommenden „Langen Nacht der Kultur“ mit den expressiven und abstrakten Bildern an den Bückeburger Freimaler erinnert werden.

Nicht zu vergessen natürlich Ausstellungs-Organisator Lars Hokamp, dessen Landschafts- und Personenfotos ein ums andere mal beim Betrachter für „Ah“-Effekte sorgten.

Eröffnet worden war die Kunstausstellung „Fort Art 3.0“ mit einer mitternächtlichen Vernissage direkt im Anschluss an die Theateraufführung „Die Reifeprüfung“ durch das Ensemble der Tucholsky-Bühne. Musikalisch umrahmt und begleitet wurde die Vernissage von der Mindener Bluesband Beckdotblue. Fortsetzung im kommenden Jahr? Keine Frage für Hokamp: „Fort Art“, die Vierte, werde er sicherlich wieder organisieren. jp

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