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„Fort Art“, die Zweite

Bückeburger Künstler zeigen ihre Werke in Minden „Fort Art“, die Zweite

„Fort Art“, die Zweite: Erneut haben zahlreiche heimische Künstler auf Einladung des People- und Akt-Fotografen Lars Hokamp aus Dankersen ihre Arbeiten im Mindener Fort A ausgestellt.

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Bückeburg/Minden. Das dreitägige „Fort Art 2.0“ fand wie schon sein Vorgänger im Juli 2015 in dem gewölbeartigen Festungsbau statt, der 1849 zur Verteidigung des Mindener Bahnhofs errichtet worden war und der heute der Tucholsky-Bühne Minden als Heimstatt dient.

Die „Lange Nacht der Kultur“ in Bückeburg hatte vor zwei Jahren bei Hokamp zu der Idee geführt, heimische Künstlerfreunde um sich zu scharen und mit ihnen eine eigene Ausstellung auf die Beine zu stellen. Von der Premiere „Fort Art“ vor einem Jahr zeigten sich die damals 16 Aussteller und das Publikum so angetan, dass eine Wiederholung reine Formsache war. Eröffnet wurde die „Fort Art 2.0“, die 20 Aussteller mit Fotografie, Malerei und Bildhauerei versammelte, durch eine nächtliche Vernissage, zu der sich über 200 Gäste einfanden.

Während der zweite Ausstellungstag unter dem schlechten Wetter und dem Entgegenfiebern des EM-Viertelfinalspiels Deutschland gegen Italien litt, konnten sich die Aussteller am dritten und letzten Tag von „Fort Art 2.0“ vor Publikum kaum retten. Gerade viele Bückeburger fanden an diesem dritten Tag den Weg zu ihren Künstlern.

Organisator Hokamp zeigte sich mehr als zufrieden: „Bei 600 Besuchern habe ich aufgehört zu zählen.“ Die meisten Aussteller des ersten „Fort Art“ hatten sich wieder eingefunden. So war das Bückeburger Künstlerpaar Ida & Leschko vom „Atelier Eigenart“ mit ihren experimentellen Malerei- und Skulpturarbeiten ebenso wieder dabei wie Anka und Heiko Knechtel aus Warber mit abstrakter Malerei, experimenteller Fotografie und Lichtmalerei. Mobile Digital Art ist das faszinierende Steckenpferd von Simone Kirschning aus Bückeburg, die außer ihren auf dem iPhone und dem iPad entstandenen Werken „musikalische“ Motive (wie einen „Käs Richards“) in Öl präsentierte.

Bob Shippy zeigt echte Hingucker

Einige echte Hingucker zeigte Neuzugang Bob Shippy aus dem Auetal: Der Erfinder der „Resurrection Art“ präsentierte mehrere bizarre, aufregende große, aus ehemals verrotteten Baumstümpfen und Wurzeln gearbeitete Holzobjekte. Für ein paar echte „Ach ne“-Effekte sorgte die Düsseldorfer Malerin Anja Hühn: Ihr Ölbild „Klang der Bananen“ zeigte ein paar ganz klar zu erkennende Bückeburger Gesichter, darunter einen bekannten Ahnser Liedermacher nebst Frau, einen Staatsarchiv-Mitarbeiter sowie zwei vor allem durch ihre feine Kochkunst bekannt gewordenen Bückeburger. Entstanden sei die Idee zu diesem Bückeburger Ensemble in Öl bei einem Auftritt eben dieses Liedermachers in der „Alten Schlossküche“, verriet die auf gemalte Märchen, Mythen und Fantasiewelten spezialisierte Künstlerin.

Im Rahmen seiner eigenen gezeigten Arbeiten erwies sich Gastgeber Hokamp mit der malerischen Aufnahme eines Abendhimmels mit dem Panorama des Wiegengebirges und des Porta-Denkmals als veritabler Zauberkünstler: Das mehrmals variierte Motiv zeigt ein scheinbar vom Betrachter direkt auf die Porta zufließendes Gewässer. Was dann ja nur die Weser sein kann, wie sich der ortskundige Betrachter sofort sagen wird. Sie ist es nicht. Aber in welchem Gewässer erscheint das Abendrot auf dem Bild dann? Vielleicht erfahren es die Besucher ja bei „Fort Art 3.0“ 2017: Dann soll es auf jeden Fall wieder eine gemeinsame Ausstellung heimischer Künstler in der Mindener Festung geben, kündigte Hokamp an. Schon jetzt lägen ihm zahlreiche Anfragen potenzieller Aussteller vor.

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