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Fortsetzung der Mehrheitsgruppe kein Selbstläufer

Bückeburg / Grüne Fortsetzung der Mehrheitsgruppe kein Selbstläufer

Die Mitglieder des Bückeburger Stadtverbandes von Bündnis 90/Die Grünen sehen der Kommunalwahl am 11. September mit Optimismus entgegen. „Wir rechnen uns gute Chancen aus, im neuen Stadtrat mit mehr Abgeordneten als bisher vertreten zu sein“, meinte Cornelia Laasch vertretungsweise für ihre Mitstreiter während der Vorstellung von Kandidaten und Programm. „Zudem wollen wir in alle Ortsräte, für die wir Bewerber stellen, einziehen.“

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Cornelia Laasch (vorne, von links), Rainer Dargel, Heide Scheffler und Rika Everding sowie Bernd Schierhorn (hintere Reihe, von links), Björn Brocks, Wilhelm Kluesmeier und Rainer Everding kandidieren für Bündnis 90/Die Grünen. © bus

Bückeburg (bus). Ob es im Anschluss an den Urnengang zu einer Neuauflage der Zusammenarbeit mir der SPD kommen wird, ließen die Bündnisgrünen zunächst offen. „Die Zusammenarbeit in der Mehrheitsgruppe war wirklich gut“, sagte Bernd Schierhorn, wie Laasch Angehöriger des aktuellen „Stadtparlaments“. Fraglos würden die Sozialdemokraten wieder ein Ansprechpartner sein. Aber: „Wir wollen etwas bewegen und uns nicht verbiegen.“ Und: „Unsere Forderungen werden höher als in der Vergangenheit sein. Die Fortsetzung der bisherigen Gruppe ist kein Selbstläufer.“

Für den Stadtverband, der mit dem Slogan „Das Original wählen“ für sich wirbt, treten Jörg Bederke, Björn Brocks, Wilhelm Kluesmeier, Cornelia Laasch, Rainer Dargel, Heidi Scheffler, Rika Everding, Rainer Everding, Bernd Schierhorn und Eva-Ute Tessendorf an.

Im Rückblick auf die zu Ende gehende Legislaturperiode reklamieren die Grünen eine stattliche Reihe erreichter Ziele für sich. Beim Thema Energie werden die Förderung von Energiesparmaßnahmen, das Bürgersolardach in Meinsen-Warber und die Erstellung eines Solardach-Katasters für öffentliche Gebäude auf der Habenseite gebucht. Fahrradfreundliches Bückeburg, Einrichtung eines Fahrrad-Beirates, Fahrrad-Markt (Sattelfest), Anträge auf weiteren Ausbau der Radwege Scheier Straße, Georgstraße und Rintelner Straße sowie Einrichtung eines Schülertreffpunktes kommen in der Abteilung „Mobilität“ hinzu.

Unter dem Stichpunkt „Familie und ältere Bürger“ notiert die Erfolgsbilanz:
Mithilfe bei der Gründung Lokales Bündnis für Familie, Antrag auf Errichtung von Bewegungsgeräten für ältere Bürger, Gründung der Initiative „Bündnis gegen Rechts“, Multifunktionsanlage Meinsen-Warber, Einrichtung von Krippenplätzen, qualifizierte Ganztagsbetreuungsangebote, Erhalt und Erweiterung der Jugendfreizeitstätte, der Alten Kronenwerke und einer Skateranlage sowie Begleitung der Verwaltungsinitiative zur Errichtung einer Dirtbahn.

Im Segment „Natur und Umwelt“ werden Initiativen gegen Staub und Lärmbelästigung durch die Firma Interseroh, Antrag auf weniger Osterfeuer, Projektplanung und Finanzierung Bückeburger Niederung, Bereitstellung von Mitteln für Pflege, Anpflanzungen und Flächenkauf sowie Gespräche mit Kindertagesstätten zur gesunden Ernährung angeführt.

Als verbleibende Ziele benennt der Stadtverband unter der Überschrift „Energie“: Weitere Bürgersolardächer, Stromnetz wieder in kommunaler Hand und Solar-Ladestationen für E-Bikes einrichten. Bei „Mobilität“ geht es um die nächsten Schritte für ein fahrradfreundliches Bückeburg, Fahrradstraßen in der Kernstadt und den Ortsteilen, Fahrradschnellwege einrichten, einen Bürgerbus realisieren, weitere Elternhaltestellen (Schülertreffpunkte) und barrierefreies Bückeburg für alle.

Mit Blick auf die Stadtgemeinschaft stehen „vielfältiges und gewaltfreies Bückeburg“, Bürgerbeteiligung an Großprojekten, bedarfsgerechte Spielplätze für Jung und Alt, Bewegungsräume für Jugendliche, wohnortnahe Beschulung, eine IGS auch in Bückeburg und Markttage in den Ortsteilen im Vordergrund. Im Spektrum „Natur und Umwelt“ messen die Grünen der Unterstützung heimischer Landwirte und Erzeuger, einem gentechnikfreien Bückeburg, der Umwandlung von Brenntagen in „Schredder-Partys“, der ökologischen Nachnutzung von Gewerbebrachen, dem Katzenschutz und der Förderung von Umweltpatenschaften besondere Bedeutung bei.

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