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Fränkische weisen Vorwürfe zurück

Gespräche angekündigt Fränkische weisen Vorwürfe zurück

Aegidius Schuster, Geschäftsführer der Fränkischen Rohrwerke, hat auf die jüngsten Vorwürfe zur Schließung reagiert. Das Unternehmen habe sich seit Langem gesprächsbereit gezeigt und frühzeitig informiert, sobald klar war, dass die Betriebsstätte aus Profitabilitätsgründen geschlossen werden muss.

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Mit 35 Holzkreuzen, drei stehen auf der anderen Straßenseite, beerdigt die Belegschaft der Fränkischen Rohrwerke symbolisch ihre 35 Arbeitsplätze.

Quelle: rc

Bückeburg. Die am Donnerstag auf einer Demonstration von Belegschaft, Gewerkschaft und Politik gemachten Vorwürfe von Willkür, mangelnder Gesprächsbereitschaft oder eines unfairen Umgangs miteinander haben die Fränkischen Rohrwerke überrascht.

Dritte Verhandlungsrunde am 14. Dezember

Dem Gesamtbetriebsrat seien im Rahmen des Interessenausgleichs in zwei Gesprächen Zahlen vorgelegt und in acht Stunden erörtert worden. Auch die Hinzuziehung eines Con-trollers sei angeboten worden, falls weitere Zahlen gebraucht würden. Die Schwierigkeit bestehe darin, dass es für die Betriebsstätte Bückeburg keine eigene Betriebs- und Kostenrechnung gebe. Eine dritte Verhandlungsrunde über den Interessensausgleich ist für den 14. Dezember terminiert. Über den Stand der Verhandlungen zum Interessensausgleich hätten alle drei Parteien Vertraulichkeit vereinbart. Die erste Verhandlung über den Sozialplan findet am kommenden Montag in Hannover statt. Wenn die Verhandlungen wie terminiert über die Bühne gehen, ist nicht ausgeschlossen, dass die Betriebsstätte Bückeburg bereits Ende Januar geschlossen wird, sagte Schuster.

Gesprächsangebot unterbreitet

Nach den Vorwürfen von Landrat Jörg Farr, Bürgermeister Reiner Brombach und dem SPD-Landtagsabgeordneten Karsten Becker sagte Schuster, dass allen drei Schreiben übermittelt worden sind und ein Gesprächsangebot unterbreitet worden ist. Er sei überrascht über die Aussagen, sagte Schuster. Zu den Gründen der Betriebsschließung wies Schuster daraufhin, dass für die drei Produktionslinien, die am Standort Bückeburg betrieben werden, ein Personal von 35 Köpfen vorgehalten werden müsse, darunter viele indirekte Mitarbeiter, um Maschinen und Verwaltung betreiben zu können. Nach der Verlegung der drei Produktlinien könnten die drei Strecken mit 14 Arbeitern betrieben werden.

Die Produktion am Standort Bückeburg zu erweitern, sei aufgrund der beengten Verhältnisse nicht möglich. Die 1,4 Hektar seien von Schiene, Straße und Wohngebiet umschlossen. Zwar sei es möglich, zwei weitere Produktionsstrecken in den Hallen unterzubringen. Es fehle aber an Lagerkapazitäten. Schuster: „Wir haben alle Alternativen gerechnet, alle hatten nicht das Potenzial.“

Der Geschäftsführer erneuerte das Angebot , dass allen Mitarbeitern Arbeitsplätze am Konzernsitz in Königsbrunn angeboten werden. Dort sei das Lohnniveau um 15 Prozent höher als am Standort in Brandenburg. Den Fränkischen sei bewusst, dass die Verlagerung ein Schlag für die betroffenen Mitarbeiter sei: „Wir fühlen uns ihnen verpflichtet. Es ist ein ernst gemeintes Angebot.“ rc

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