Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 3 ° Gewitter

Navigation:
Freie Fahrt von der Nordsee bis Basel

Mindener Weserschleuse Freie Fahrt von der Nordsee bis Basel

Rund 13 Jahre nach Planungsbeginn und etwa sieben Jahre nach Start der Bauarbeiten ist gestern die neue Mindener Weserschleuse offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Der Neubau ersetzt die mehr als 100 Jahre alte Schachtschleuse und soll Großmotorgüterschiffen die Passage nach Bremen und Bremerhaven ermöglichen.

Voriger Artikel
Kein Sport für Muskelpakete
Nächster Artikel
Flammen schlagen aus Grill
Quelle: bus

MINDEN. „Dies ist ein wichtiger Tag für den Bund sowie die Länder Nordhein-Westfalen, Niedersachsen und Bremen“, sagte Enak Ferlemann während des geladenen Gästen vorbehaltenen Eröffnungsfestaktes. Der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr hatte am 17. November 2010 den symbolischen ersten Spatenstich vollzogen.

Jetzt bezeichnete der Hauptfestredner (außer Ferlemann ergriffen sieben weitere Männer das Wort) das fertiggestellte Bauwerk als „ein tolles Wunderwerk der Technik“, mit dem die Entwicklung des Containerverkehrs auf der Mittelweser nachhaltig unterstützt werde. Ingenieur Hans-Heinrich Witte stellte die Weserschleuse als „nicht nur architektonisch gelungen, sondern auch eine großartige Ingenieurleistung“ vor. Der Neubau beseitige einen Engpass im bundesdeutschen Wasserwegenetz und ermögliche künftig freie Fahrt von der Nordsee bis Basel, erläuterte der Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt (GDWS).

Kostenfrage noch unklar

Um den Anforderungen der modernen Schifffahrt langfristig gerecht zu werden, investiere die GDWS derzeit in eine neue Leitzentrale. Standort der Zentrale, von der aus von 2020 an alle Schleusen an der Mittelweser gesteuert werden sollen, wird ebenfalls Minden sein, informierte Witte.

Die Weserschleuse verfügt über eine 139 Meter lange und 12,50 Meter breite Schleusenkammer. Die Hubhöhe beträgt 13,30 Meter. Die ursprünglich für 2013 vorgesehene Fertigstellung hatte sich mehrfach verzögert. Während der Bauarbeiten wurde im Februar 2015 eine 20-Zentner-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. 

Zu den Kosten des Bauwerks existieren unterschiedliche Angaben. Kalkuliert waren 72 Millionen Euro, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes beziffert die Gesamtkosten mit 92 Millionen Euro. Ferlemann sprach von 110 Millionen Euro.  bus

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Möchten Sie uns zu diesem Artikel Ihre Meinung sagen? Dann schicken Sie uns einen Leserbrief.

Leserbrief schreiben

Online suchen, Angebot finden, einkaufen gehen: Das steckt in Kurzform hinter „Kauf hier – lokal & digital“. Eine Auswahl aktueller und preislich besonders attraktiver Produkte finden Interessierte stets auf unserer Homepage... mehr

Eine gute Tradition findet regelmäßig ihre Fortsetzung – die „Aktion Weihnachtshilfe“. In der Vorweihnachtszeit rufen die Schaumburger Nachrichten unter dem Motto „Schaumburger helfen Schaumburgern“ jedes Jahr zu Spenden für bedürftige Menschen im Landkreis auf. mehr

Schaumburg