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Freiheit ohne Konventionen

Blindow Jazz Meeting Freiheit ohne Konventionen

Rund 500 Jazzfreunde aus Bückeburg und Umgebung sind am Sonnabend der Einladung zum „Blindow Jazz Meeting“ gefolgt.

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Die „Blindow Brass Band“ bestreitet die Eröffnungsparade des Meetings.

Quelle: bus

BÜCKEBURG. Die jetzt fünfte Ausgabe der Freiluftveranstaltung rückte auf dem Areal des Herminen-Palais wie vor drei Jahren den Swing in den musikalischen Mittelpunkt. Swing stehe wie der Jazz im Allgemeinen für den Begriff „Freiheit“, führte Andreas Blindow während der Begrüßung der Besucher aus.

„Für eine Freiheit ohne Konventionen“, wie der Leiter der Blindow-Schulen betonte. „Wir sollten uns insbesondere vor dem Hintergrund der traurigen Ereignisse in Spanien in Erinnerung rufen, dass Freiheit und Liberalität nicht selbstverständlich sind“, sagte der Professor. Das Meeting solle zudem dazu beitragen, miteinander ins Gespräch zu kommen und sich für einen Moment von eventuellen Zwängen zu trennen.

 Jazz-Club- und Festival-Atmosphäre 

Blindows besonderer Dank galt den Organisatoren Siegfried Groth und Helmut Rinne. Das Duo habe einmal mehr mit viel Engagement, Kreativität und Hartnäckigkeit eine Veranstaltung auf die Beine gestellt, die auf der Terrasse und im idyllischen Garten des Palais Jazz-Club- und Festival-Atmosphäre aufkommen lasse. Darüber hinaus dankte der Gastgeber den fürs leibliche Wohl der Gäste verantwortlich zeichnenden Häusern „Große Klus“, „Ratskeller“ und „Hofapotheke“ sowie den zahlreichen Sponsoren des Meetings.

Die musikalische Begrüßung übernahm die von Helmut Rinne (Klarinette, Saxofon, Gesang) und Christoph von Storch (Gitarre) gebildete heimische Formation „Little Jazz“. Das Duo hatte sich als Mitstreiter Uli Schulz (Bünde, Trompete), Mariana Imbassahy (Brasilien, Flöte), Thomas l’Etienne (Hamburg, Klarinette, Tenor-Saxofon), Bart Brouwer (Maastricht/Niederlande, Posaune), Anton Sjarov (Minden, Violine), Jan-Hendrik Ehlers (Bad Bederkesa, Piano), Patrick Crombach (Maastricht, Sousafon), Petra Dallwitz (Maastricht, Waschbrett) und Hajo Lehmann (Hannover, Schlagzeug) eingeladen.

Schwung ist überall dabei

Seinen ersten Höhepunkt erlebte der Abend mit dem Einmarsch der „Blindow Brass Band“. Die Eröffnungsparade – „When the Saints go marching in“ – vermittelte dem Publikum trotz einiger Regentropfen New-Orleans-Feeling pur. Unerquicklicherweise ging das Meeting nicht vollkommen ohne Berieselung über die Bühne. Das Wetter hatte bereits am Vortag dem Auftritt des Blasorchesters „Bückeburger Jäger“ einen Regenstrich durch die Rechnung gemacht.

Bei den Auftakttönen der Hauptdarsteller „Echoes of Swing“ schlossen sich die Himmelsschleusen. Die international renommierte und vielfach preisgekrönte Formation machte ihrem Ruf alle Ehre und überzeugte vom ersten bis zum letzten Takt. Die Hochkaräter Colin T. Dawson (Trompete, Gesang), Chris Hopkins (Alt-Saxofon), Bernd Lhotzky (Piano) und Oliver Mewes (Schlagzeug), die seit beinahe 20 Jahren in unveränderter Besetzung zusammen musizieren, stellten ihre außergewöhnliche Könnerschaft in beeindruckender Weise unter Beweis. „Es schwingt zwischen uns, mit uns und auch in uns“, sagte Andreas Blindow. Im Anschluss an die „Echoes“ ließ eine von allen Musikern bestrittene „New-Orleans-Jam-Session“ den Abend ausklingen.

Die Veranstaltung soll im kommenden Jahr eine Neuauflage erfahren, als Termine sind der 17. August (Bückeburger Jäger) und der 18. August (Blindow-Jazz-Meeting) vorgesehen.  bus

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