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Freude über Verschmelzung mit Tierschutzliga

Tierschutzverein Bückeburg-Rinteln Freude über Verschmelzung mit Tierschutzliga

Grund zum Feiern hat es für den Tierschutzverein Bückeburg-Rinteln und Umgebung in den vergangenen Jahren nicht oft gegeben. Umso größer wog jetzt die Erleichterung als nach langen Vorbereitungen die 2017 eingeleitete Verschmelzung mit der Deutschen Tierschutzliga Stiftung vollzogen werden konnte.

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Fröhliche Stimmung herrscht bei den Mitgliedern, die für die Verschmelzung mit der Tierschutzliga Stiftung gestimmt haben.

Quelle: jp

Bückeburg. Freude auch bei der Vorsitzenden Monika Hachmeister und Tierheimleiterin Tanja Tiedtke. Einstimmig votierten die Vereinsmitglieder vor einem Monat bei einer außerordentlichen Versammlung für das Zusammengehen mit der in Neuhausen an der Spree ansässigen, rund 60000 Mitglieder starken Stiftung. Diese Mitglieder, die bei der entscheidenden Abstimmung die Hand gehoben hatten, waren jetzt zu Kaffee und Kuchen im Tierheim eingeladen, wo der „sichere Hafen“ gefeiert werden konnte, in den das finanziell schlingernde Schiff Tierschutzverein nun eingelaufen ist.

 Für Besucher und vor allem für die Vierbeiner ändere sich zunächst nichts, wie Hachmeister betont: „Wir sind und bleiben das Tierheim Bückeburg, wir arbeiten weiter wie bisher und sind auch in Zukunft für jedes Tier in Not da.“

 Für die Mitarbeiter des Tierheims ändert sich alles, was mit Geld zu tun hat. Ob Rechnungen, Steuern oder Versicherungen, um all das kümmert sich ab sofort die Stiftung. Was die Einrichtung nicht nur von den finanziellen Sorgen befreit, sondern auch von viel Personalaufwand und bürokratischem Ballast. Die Folge: mehr Zeit für die eigentlich wichtigen Dinge, nämlich die Arbeit für und mit den Tieren.

Drei neue Teilzeitkräfte

 Durch das neue finanzielle Fundament unter dem Dach der Deutschen Tierschutzliga Stiftung wurde es möglich, drei Teilzeitkräfte einzustellen, nachdem in den Vorjahren die Personaldecke wegen gravierender finanzieller Engpässe immer weiter ausgedünnt worden war. Das Tierheim verfügt jetzt über einen Mitarbeiter mit Handwerker- und Hausmeister-Qualitäten. „Auch das entlastet uns, weil wir vorher für Reparaturen teure Handwerkerstunden bezahlen mussten.“

 Gute Nachrichten brachte die bisherige Vorsitzende des Tierschutzvereins, die künftig dem Kuratorium der Deutschen Tierschutzliga Stiftung angehört, von dessen Sitzung aus Thüringen mit: Rund 100.000 Euro wird sich die Stiftung die Sanierung des Tierheim-Gebäudes am Hasengarten kosten lassen. Dickster Brocken ist die Erneuerung der Heizungsanlage.

 Außerdem soll so schnell wie möglich ein Umbau der 34 Hundeboxen in Angriff genommen werden. „Die waren von Anfang viel zu klein und werden durch Herausnahme von Zwischenwänden Schritt für Schritt zu größeren, artgerechten Boxen zusammengelegt.“

Krankenstation für Katzenkinder

Auch neuer Türen bedarf das Tierheim dringend: „Die sind so marode, dass sie uns ständig fast auf den Kopf fallen.“ Und dann denkt man bei den Verantwortlichen über die Einrichtung einer Krankenstation für Katzenkinder im Obergeschoss des Tierpflegerhauses nach. „Kranke Katzenwelpen werden bisher in der allgemeinen Quarantänestation untergebracht“, erklärt Hachmeister das Dilemma, „und dort stecken sie sich immer wieder bei den erwachsenen Tieren an und können nie richtig gesund werden.“

 Neben den praktischen und pekuniären Folgen des Zusammenschlusses bedeutet der Schritt für die Bückeburger Tierschützer aber auch eine psychische Entlastung. Faktisch wurde damit in letzter Sekunde der drohende finanzielle Kollaps des Tierschutzvereins abgewendet. „Und die Angst hing seit Ewigkeiten wie ein Mühlstein an uns“, so Hachmeister.

 Was aber nicht bedeutet, dass man jetzt das Geld mit vollen Händen ausgebe: „Wir werden weiter so haushalten, wie wir können. Die Stiftung finanziert sich aus Spenden und muss ihr Geld zusammenhalten.“  jp

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