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Bückeburger schreibt Sportgeschichte

Friedrich Mevert wird 80 Jahre alt Bückeburger schreibt Sportgeschichte

Eine größere Karriere als Führungskraft im deutschen Sport hat kein anderer Bückeburger gemacht als Friedrich Mevert, der in Hannover sein 80. Lebensjahr vollendete. In der Fachwelt wird er auch als „Chronist“ oder „Gedächtnis des deutschen Sports“ bezeichnet.

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Friedrich Mevert mit einer seiner zahlreichen Publikationen, die er dem Gymnasium Adolfinum zum Jubiläum übergab. Er hat an dieser Schule sein Abitur gemacht.

Quelle: sig

Bückeburg. Das Ehrenmitglied des VfL Bückeburg konnte sich anlässlich seines Geburtstages über eine Vielzahl von Anrufen und Briefen freuen. Sogar das Internationale Olympische Komitee (IOC) meldete sich aus Lausanne, um dem Mann zu gratulieren, der einst unter anderem mehrere olympische Jugendlager ausrichtete. Dabei konnten Jugendliche die besten Sportler aus aller Welt kennenlernen und Freundschaften mit anderen jungen Menschen aus fernen Ländern schließen.

 Auch der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Alfons Hörmann, schickte ein Glückwunschschreiben. Mevert hatte früher viele Jahre in der Frankfurter Zentrale des deutschen Sports als Bundesgeschäftsführer der Sportjugend erfolgreiche Führungsarbeit geleistet. Auch dort mangelte es ihm nicht an Ideen und Initiativen zur Förderung der Nachwuchsarbeit im deutschen Sport.

 Zugleich initiierte er den Jugendaustausch mit Japan, Israel und Frankreich. Der Bückeburger organisierte 1971 in München die erste Europäische Sportjugendkonferenz. Etliche Jahre lang war er zugleich stellvertretender Generalsekretär des Deutschen Sportbundes.

 Seine nächste berufliche Funktion war die des Hauptgeschäftsführers des Landessportbundes Niedersachsen in Hannover. Dieses Amt übte er fast zwei Jahrzehnte aus. Zum Abschluss seiner Laufbahn gehörte er dem Niedersächsischen Innenministerium als Sportreferent an.

 Unvergessen bleibt auch seine Mitwirkung bei der Gründung des Niedersächsischen Instituts für Sportgeschichte in Hoya. Damit nicht genug: Mevert brachte sich auch beim Aufbau der ostdeutschen Landessportbünde nach der Wende ein.

Selbst als Rentner blieb er nicht untätig, sondern dem Sport in diversen Funktionen verbunden. Er versorgte den Pressedienst des Deutschen Sportbundes und des nachfolgenden DOSB mit Informationen und Beiträgen. Ein halbes Jahrhundert lang verfasste er Beiträge zur Sportgeschichte und wurde somit zum „Chronisten des deutschen Sports“. Von ihm stammen 19 Monografien und Sammelbände sowie viele Serien zur Geschichte der deutschen und internationalen Sportverbände. Inzwischen stammen 3500 solcher Beiträge aus seiner Feder, unter anderem auch für den Deutschlandfunk, den NDR und die Deutsche Presseagentur.

 Der verstorbene DOSB-Ehrenpräsident, Manfred Freiherr von Richthofen, bezeichnete Mevert einst als eine „Säule für die Nachkriegsgeschichte des deutschen Sports“.

 Der VfL Bückeburg hat das Wirken dieses Mannes, auch für den heimischen Sport, mit der Ernennung zum Ehrenmitglied gewürdigt. Das geschah während eines Festaktes in Hannover. Mevert hatte beim VfL schon in jungen Jahren wichtige Funktionen und wurde unter anderem Kreisfachwart Hockey. Sein ehrenamtliches Engagement galt besonders den Sportarten Tischtennis, Basketball, Leichtathletik und Hockey, die neben dem Fußball beim VfL einst eine große Rolle spielten. Schmerzlich war für ihn das – hoffentlich nur vorläufige – Ende der Tischtennissparte, die sich durch seinen Einsatz in ganz Niedersachsen einen Namen gemacht hatte. sig

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