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Frischelieferant und Begegnungsstätte

„Wir brauchen den Laden“ Frischelieferant und Begegnungsstätte

Die nahe und fernere Zukunft des stationären Lebensmitteleinzelhandels ist Dreh- und Angelpunkt eines Gesprächs gewesen, zu dem Maik Beermann in den Rewe-Nahkauf-Markt in Bückeburg eingeladen hatte. „Mich interessiert, welche zukünftigen Geschäftsmodelle ein Händler mit zehn Mitarbeitern benötigt, um am Markt erfolgreich zu bleiben“, gab der Bundestagsabgeordnete zu verstehen.

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Martin Bätz (von links) im Gespräch mit Maik Beermann und Matthias Rump.

Quelle: bus

Bückeburg. Inhaber Martin Bätz begrüßte außer Beermann mehrere Vertreter der Bückeburger CDU und der Handelsgruppe Rewe. Das Gespräch wurde vor dem Hintergrund geführt, dass Supermarktketten wie Real, Kaufland, Edeka oder Rewe Allround-Sortimente im Internet anbieten. Zudem existieren Online-Händler wie Lebensmittel.de, Food.de oder Mytime.de – mit ebenfalls großer Auswahl. Auch Logistik-Experten, wie etwa die Deutsche Post mit Allyouneedfresh.de, sind mit von der Partie. Darüber hinaus spekuliert die Branche über einen Markteinstieg von Amazon.

Nahversorger der Zukunft

„Wir sehen den Nahversorger der Zukunft als Frischelieferant und Begegnungsstätte“, formulierte Rewe-Verkaufsleiter Matthias Rump die Quintessenz des Treffens. Das Stichwort laute „Marktplatz der Frische“ – ein Ort, an dem man sich unterhalten und soziale Kontakte pflegen kann. „Unser Kerngeschäft wird sich immer mehr auf Angebote wie frisches Obst und Gemüse, Fleisch, Molkereiprodukte und Backwaren konzentrieren.“ Die Lieferung vieler schwerer Gegenstände und vermutlich auch ein großer Teil der Getränke würden, vor allem in Städten, über kurz oder lang in den Lieferservice abwandern.

Im Zusammenhang mit dem „Nahversorger als Begegnungsstätte“ könnten Einzelhändler laut Rump gemeinsam mit örtlichen Gruppen Veranstaltungen organisieren und Aktionen auf die Beine stellen. Zudem komme den verkaufsoffenen Sonntagen eine wichtige Rolle zu, die mitunter von Familien als regelrechtes Einkaufserlebnis zelebriert würden. „Man wundert sich manchmal, wie viel an diesen Tagen los ist.“

Preis, Kundennähe und fachliche Kompetenz

Bätz vertrat den Standpunkt, dass der Preis, die Kundennähe und fachliche Kompetenz zu den Hauptkriterien erfolgreichen Wirtschaftens zählten. „Die Leute werden sich umgucken, wenn die Fachberatung einmal nicht mehr da ist.“

Beermann zeigte sich erstaunt über die Schilderung des Gastgebers, dass von 100 Euro Umsatz in der Endabrechnung lediglich ein Euro übrig bleibe. Bückeburgs CDU-Vorsitzender Herman Kempf sprach daraufhin vom „margenschwächsten Geschäft, das man haben kann“.

Ruth Harmening von der Senioren-Union brachte ihre Einschätzung auf den Punkt: „Wir brauchen den Laden.“ bus

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