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„Frühzeitig die richtigen Weichen gestellt“

Dezentrale Flüchtlingssozialarbeit der AWO „Frühzeitig die richtigen Weichen gestellt“

Die Arbeiterwohlfahrt (Awo) engagiert sich in vielen Bereichen in der Betreuung von Flüchtlingen. Dabei sind es nicht nur die hauptamtlichen Mitarbeiter des Kreisverbandes, die eingespannt sind.

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Der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt Bückeburg, Stephan Hartmann (v.l.), Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske und Heiner Hoppe.

Quelle: mig

Bückeburg. Wie auf einer Zusammenkunft des Ortsvereins Bückeburg deutlich wurde, spielt die Flüchtlingsarbeit auch vor Ort eine große Rolle.

Für „mehr Personal an den entscheidenden Stellen“ wirbt Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske im Ortsverein. Die Awo habe diesen Vorschlag schon lange gemacht: „Schön, dass das jetzt erkannt wurde, und schade, dass das nicht früher passiert ist.“ Das Flüchtlingsthema sei das alles beherrschende Thema im vergangenen Jahr gewesen, sagt Hanauske, und auch die Versammlung des Ortsvereins Bückeburg durchzog es wie ein roter Faden.

Schärferen Gesetzen erteilt die Kreisgeschäftsführerin eine Abfuhr. Diese seien gar nicht notwendig: „Was wir brauchen, ist mehr Personal an den entscheidenden Stellen.“ Den Landkreis nimmt Hanauske dabei explizit von ihrer Kritik aus. Dieser habe bereits im Jahr 2012 erkannt, dass die „zu uns kommenden Flüchtlinge einer besonderen Betreuung und eines besonderen Augenmerks bedürfen“, so Hanauske. In der Folge habe man ein Konzept beschlossen, „das durch seine Dezentralität die Integration sehr befördert hat“. Gemeint ist die sogenannte „dezentrale Flüchtlingssozialarbeit“, die zunächst mit einer 25-Stunden-Stelle gestartet ist. Heute gebe es bereits elf Mitarbeiter „und wir werden weitere einstellen“.

Auch in anderen Bereichen sind laut Hanauske „frühzeitig die richtigen Weichen gestellt worden“. So sei bei der Ausländerbehörde und an anderen entscheidenden Stellen rechtzeitig „mehr Personal eingestellt worden“. Das sei genau das, was die Awo schon lange fordere. „Das ist im Landkreis Schaumburg gut umgesetzt worden.“

Einer, der sich seit Langem für Flüchtlinge einsetzt, ist Heiner Hoppe, ein „Urgestein der Flüchtlingshilfe“, wie Hanauske sagte. Hoppe, der für 25-jährige Mitgliedschaft in der Awo geehrt wurde, habe beispielsweise das Flüchtlingswohnheim Fasanenweg in Stadthagen geleitet, heute sei er als pädagogischer Leiter in der Herderschule aktiv. „Er ist das Gesicht der Flüchtlingsberatung“, sagte Hanauske. Sie freue sich, dass Hoppe seit 2016 wieder in der Flüchtlingshilfe aktiv ist. Die Herderschule sieht Hanauske als einen „Notnagel“ an. „Die Flüchtlinge nur in dezentralen Einheiten unterzubringen, das ist nicht mehr zu schaffen.“ Hoppe dankte der Awo mit den Worten: „Ich habe mich hier immer sehr wohl gefühlt. Ihr ward immer da.“ mig

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