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Bückeburg Stadt Für mehr Verkehrssicherheit
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00:18 10.06.2017
Das Verkehrsschild „239 mit Zusatz“ (hier am Bahnübergang Evesen) stellt Radlern frei ob sie den Gehweg benutzen oder auf der Straße fahren. Quelle: bus
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BÜCKEBURG

Wie Wilhelm Klusmeier erläuterte, steht es Radfahrern beim Zeichen „239 mit Zusatz“ frei, ob sie den Gehweg benutzen oder auf der Straße fahren. „Radfahrer können, müssen aber nicht den Gehweg benutzen“, verdeutlichte der Lokalpolitiker. Mithilfe der Fahrbahnmarkierungen soll Radlern zusätzlicher Schutz geboten werden.

„Das ist uns übergebügelt worden“

Mehrere Ortsratsmitglieder monierten auch, dass die neue Beschilderung seitens des Landkreises nicht allgemein publik gemacht worden sei. Das Verhalten sei ein Unding, hieß es. Und: „Das ist uns übergebügelt worden.“

Ebenfalls mit Blick auf die Erhöhung der Verkehrssicherheit beauftragten die Lokalpolitiker die Stadtverwaltung, die Möglichkeit der Ausweisung weiterer Tempo-30-Zonen in der Großgemeinde zu überprüfen. Wie Reinhard Luhmann darlegte, seien in diesem Zusammenhang insbesondere die Bereiche Sandfurth, Höfeweg, Im Furthwinkel und Ackerbreite (Bergmannssiedlung) und Sauerlandstraße, Am Speicher und Im Busch (Hafen Berenbusch) sowie die Straßen Am Sportfeld und Pastor-Mensching-Weg in den Blick zu nehmen.

Kein Schilderwald gewünscht

Am Sportfeld ist der Zubringer zur Grundschule, über den Pastor-Mensching-Weg fließt der Verkehr zu Kindergarten und Krippe. Dort plädierte Luhmann zusätzlich für eine Einschränkung des zulässigen Fahrzeuggesamtgewichts. Mehrere Ortsratsmitglieder favorisierten die Ausschilderung sämtlicher Nebenstraßen als Tempo-30-Zonen. Luhmann erklärte, möglichst einen kostenintensiven Schilderwald vermeiden zu wollen. Für die Ausweisung der vier von ihm vorgestellten zusammenhängenden Gebiete müssten lediglich acht Schilder angeschafft werden.

Bürgermeister Reiner Brombach teilte mit, dass nach den Grundschulen Meinsen, Evesen und Am Harrl auch der Bereich an der Grundschule Im Petzer Feld als Tempo-30-Zone gekennzeichnet werden soll. Die Verwaltung habe den Auftrag bekommen, die Ausweisung weiterer Zonen vorzubereiten, um den innerörtlichen Verkehr langsamer und sicherer zu gestalten.

Das Stadtoberhaupt gab allerdings zu bedenken, dass in diesen Bereichen mitunter eine Sicherheit suggeriert werde, die in der Wirklichkeit nicht gegeben sei. Zudem werde es schwierig, diese Zonen letztlich auch zu kontrollieren. „Das kann nur ein Appell an den vernünftigen Autofahrer sein, hier den Kopf einzuschalten“, führte Brombach aus. bus

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