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Fulminanter Saisonauftakt

Kulturverein Fulminanter Saisonauftakt

Der Bückeburger Kulturverein ist mit einem fulminanten Auftakt in die Saison 2016/2017 gestartet. Rund 350 restlos verzauberte Besucher erlebten im ausverkauften großen Festsaal von Schloss Bückeburg ein außergewöhnliches Gastspiel.

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Almut Preuß-Niemeyer (von links), Conrad Suske, Frank Michael Erben, Anton Jirachev und Jürnjakob Timm freuen sich über den kräftigen Schlussapplaus im Festsaal des Bückeburger Schlosses.

Quelle: bus

Bückeburg. Das Leipziger Gewandhaus-Quartett, begleitet am Klavier von Almut Preuß-Niemeyer, sorgte für wahre Begeisterungsstürme.  „Phantastisch“, fasste die frühere Kulturvereinschefin Gisela Grimme ihre Eindrücke gleichermaßen bündig wie begeistert zusammen.

Das in der Besetzung Frank Michael Erben (Violine), Conrad Suske (Violine), Anton Jirachev (Viola) und Jürnjakob Timm (Violoncello) aufspielende Quartett, dessen Ursprünge bis ins Jahr 1808 zurückreichen, präsentierte mit Ludwig van Beethovens Streichquartett G-Dur op. 18,2, Astor Piazzollas „Four For Tango“ und dem von Antonín Dvorák zu Notenpapier gebrachten Klavierquintett A-Dur op. 81 ein Programm, dem niemand im Auditorium lang anhaltenden Applaus verweigern mochte.

Meister ihres Metiers

Die Instrumentalisten erwiesen sich – wie nicht anders zu erwarten – allesamt als ausgesprochene Meister ihrer Metiers. Dass sie zwischen Beethoven und Dvorak den Tango-Altmeister Piazzolla erklingen ließen, erwies sich trotz aller Dissonanzen, Glissandi und Bogenschläge als ein durchaus erfrischender Schachzug. Der ursprünglich im Milieu der Hafenkaschemmen und Freudenhäuser beheimatete Tanz kam hier nicht in traditioneller Form, sondern als ein mit Tönen, Klängen und Geräuschen befülltes Vergnügen daher, das den geläufigen Tango nur in kurzen Passagen zitierte.

Preuß-Niemeyer machte das Publikum auf mehrere Besonderheiten des in Zusammenarbeit mit den Mindener Kammermusikfreunden organisierten Konzerts aufmerksam. Zum einen stelle die Veranstaltung die erste über die Grenzen von Ostwestfalen und Niedersachsen hinausreichende Kooperation dar. Diese könne man gewissermaßen als „Konzert ohne Grenzen“ bezeichnen.

Eine besondere Bedeutung

Zum anderen komme dem Tag des Gastspiels eine spezielle Bedeutung zu. „Am 9. Oktober 1989 fand in Leipzig bekanntlich die letzte große Friedensdemonstration statt“, rief die Pianistin ins Gedächtnis. Seinerzeit sei auch der damalige Dirigent des Gewandhaus-Orchesters, Kurt Masur, unter den Demonstranten zu finden gewesen. Und der habe wesentlich zum Glätten der Wogen beigetragen.

Darüber hinaus werde der Auftritt für den Cellisten des Gewandhaus-Quartetts vermutlich in besonderer Erinnerung bleiben. „Jürnjakob Timm absolviert heute sein letztes Konzert als Quartettmitglied außerhalb Dresdens“, erläuterte Preuß-Niemeyer. Timm werde Ende dieses Monats nach 43 Jahren Mitgliedschaft im Quartett offiziell verabschiedet. In diesem Moment huschte ein recht zufriedenes Lächeln über das Gesicht des Seniors, der seinen Mitmusikanten auch im Zugabe-Teil, dem Scherzo „Furiant“ aus Dvoráks Klavierquintett, ein prima Partner war. bus

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