Menü
Schaumburger Nachrichten | Ihre Zeitung aus Schaumburg
Anmelden
Bückeburg Stadt Ganz wie früher
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Ganz wie früher
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:27 09.10.2015
Die Ur-Jam-Besetzung von 1995 mit Sängerin Marion Wallbaum, Reiner Walter am Schlagzeug, Udo Hartmann am Bass, Hans Michel und Christoph von Storch an den Gitarren sowie Thomas Schröder an den Keyboards. Quelle: jp
Anzeige
Bückeburg

Und es war Nostalgie pur, als dieses historische Quartett dann auch noch mit Marion Wallbaum die Sängerin der ersten Stunde auf die Bühne zauberte, die bei Mitch Ryders „Ain’t nobody white“ und „Sittin’ in the dark“ von Caroly Mas bewies, dass ihre ebenso klangvolle wie dynamische, kräftige Stimme, die in der Vergangenheit den Sound so mancher heimischen Band geprägt hatte, ebenfalls nichts von ihrer Intensität verloren hat.

Gerade Wallbaum, die 2005 noch zum zehnjährigen Bestehen der „Känguruh“-Jam einen Großteil des Programms bestritten, sich in den vergangenen Jahren aber musikalisch in und rund um Bückeburg ziemlich rar gemacht hatte, konnte jetzt ihre Begeisterung über das Wiedersehen kaum bremsen: „Die Musiker, das Publikum, es ist alles noch genau so toll wie damals.“ Ein riesiges Kompliment schickte sie unter Applaus aller Anwesenden auch an die „Jam“-Eltern, die „Känguruh“-Wirtsleute Babette und Thomas Brauner: „Danke an Euch beiden für alles.“

Was Thomas Brauner sicherlich auch ein kleiner Trost war: Denn der historischen Vollständigkeit halber hätte der „Känguruh“-Wirt bei dieser musikalischen Zeitreise in das Jahr 1995 eigentlich auch mit einer Gitarre auf der Bühne stehen müssen. Dem hatte er aber – wenngleich auch mit sehr viel Wehmut – aufgrund des vorhersehbaren Gästeansturms schon vorab eine Absage erteilt: „Bei so viel Andrang schaffe ich es einfach nicht hinter der Theke hervor.“ Dafür verstärkte zeitweilig Jan Dörffel aus Stolzenau die sechs Jam-Musiker der ersten Stunde. Der Gitarrist und Sänger, der zu Anfang die Jubiläums-Jam zusammen mit Peter Burrack am Bass, Matthias Tempel am Schlagzeug, Olli Schröder an der Gitarre und Jan Philip Buchholz am Saxofon eröffnet hatte, lieferte sich bei Sonny Landreth’s „Congo Square“ – berühmt geworden vor allem durch die Interpretation John Mayalls auf dessen Comeback-Album „A sense of place“ von 1990 – ein faszinierendes Gitarrenduell mit Christoph von Storch.

So enorm war der Andrang musikalischer Gratulanten, dass es einiger Disziplin bedurfte, um eine halbwegs geordnete Reihenfolge der angetretenen Musiker zu bewerkstelligen. Kommentar von Ur-Jammer Christoph von Storch: „Eine Jamsession ist nun mal kein Bullerbü.“

Dass Adel nicht vor Spiel- und Improvisationsfreude schützt, zeigte einmal mehr Jam-Stammgast Alexander zu Schaumburg-Lippe, der zu vorgerückter Stunde mit Sängerin Jessi Schöttker, Ferdy Doernberg an der Gitarre, Schlagzeuger Matthias Tempel und Saxofonist Jan Philip Buchholz ins Bühnengeschehen eingriff. Weitere Gäste waren unter anderem die Formationen „Jam Departement“ aus Lübbecke sowie die Original-Formation der „Monsterbabies“, bestehend aus Sängerin Tanja Tempel, Schlagzeuger Matthias Tempel, Gitarrist Olli Schröder und Bassist Martin „Wunz“ Hohmeier, sowie die „Rouven-Tyler-Band“, die von Jan Philip Buchholz am Saxofon und Jonathan Arthur Carlo Ogilvy an der Rhythmusgitarre unterstützt wurde. jp

Anzeige