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Bückeburg Stadt Gas und Strom werden teurer
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Gas und Strom werden teurer
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00:19 12.11.2018
Bückeburg

Der Strompreis steigt netto um 1,5 Cent (brutto: 1,79 Cent) auf 23 Cent je Kilowattstunde. Der Gaspreis steigt um 0,6 Cent auf netto 5,85 Cent (brutto: 6,96 Cent). Für einen Durchschnitthaushalt bedeutet das beim Strom und einem Verbrauch von 3500 Kilowattstunden im Jahr eine Mehrbelastung von circa 63 Euro; Gaskunden bezahlen bei einem Verbrauch von 20000 Kilowattstunden im Jahr circa 142 Euro mehr. Wer einen Kombitarif hat, für den fällt die Steigerung um rund 60 Euro geringer aus.

Die entsprechenden Beschlüsse haben die Stadtwerke auf ihrer Aufsichtsratssitzung am Donnerstagabend gefasst wie der Vorsitzende des Aufsichtsrates, Stadthagens Bürgermeister Oliver Theiß, der Vorsitzende der Gesellschafterversammlung, Bückeburgs Bürgermeister Brombach, sowie Eduard Hunker, Geschäftsführer der Stadtwerke, am Freitagmorgen im Rahmen eines Pressegesprächs verkündeten. Von den Erhöhungen sind rund 14000 Gas- und rund 10000 Stromkunden betroffen. Das Versorgungsgebiet der Stadtwerke erstreckt sich von Bückeburg über Nienstädt nach Stadthagen sowie Obernkirchen und der Samtgemeinde Eilsen.

Wie Hunker ausführte, sind die Steigerungen beim Strom auf den allgemeinen steigenden Preistrend zurückzuführen. Zwar sinkt die EEG-Umlage, die Abgabe zur Förderung der erneuerbaren Energien, von 6,79 auf 6,405 Cent. Auf der anderen Seiten werden aber andere Preisbestandteile teurer wie etwa das Netzentgelt, das um 1,3 Cent steigt und damit ein „wesentlicher Preistreiber“ ist, oder aber eine Haftungsumlage, die vom Gesetzgeber neu eingeführt worden ist. Auch die eigentlichen Beschaffungskosten für Strom sind in den vergangenen Monaten gestiegen.

Volatile Märkte

Beim Erdgas machen sich die „hoch volatilen Märkte“ und der stetig steigende Ölpreis bemerkbar. Die Ölpreisbindung beim Gas ist zwar abgekoppelt, nach wie vor hat der Ölpreis aber eine Vorreiterrolle für den Gaspreis, wie Hunker erläuterte: „Der Markt nimmt, was er kriegen kann. Die Preise sind regelrecht nach oben geschossen.“ Hinzu kommt eine vom Gesetzgeber seit dem 1. Oktober eingeführte Bilanzierungsumlage.

Für 2019 schlossen Hunker und die beiden Bürgermeister weitere Preissteigerungen nicht aus. Hunker: „Auf Jahresfrist wollen wir die Preise aber halten.“ Der Strompreis war seit 2016 stabil, der Gaspreis konnte in der Vergangenheit mehrfach gesenkt werden und war seit 2017 unverändert.

Wie Theiß und Brombach betonten, würden die Preissteigerung nicht komplett an die Kunden weitergeben, sondern seien leicht abgerundet worden. Die Stadtwerke folgten weiterhin ihrer Philosophie, Preisänderungen – ob nach oben oder unten – umgehend an die Kunden weiterzugeben: „Sonst werden wir von der Realität schnell eingeholt. Alles andere ist Augenwischerei.“ Nach Angaben Hunkers bewegen sich die Stadtwerke mit ihren Preisen im Mittelfeld der Region. In den kommenden Monaten müssten alle Energieversorger ihre Preise anpassen, einige sind bereits dabei, so Hunker.rc