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Bückeburg Stadt Gedenkfeier am Ehrenmal
Schaumburg Bückeburg Bückeburg Stadt Gedenkfeier am Ehrenmal
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00:24 29.08.2015
Im Anschluss an ein gemeinsam gebetetes Vaterunser legen Delegationen von Bürgerbataillon und Bundeswehr zwei Kränze nieder. Quelle: bus
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Bückeburg

„Es ehrt Sie alle“, führte der Bischof weiter aus, „dass sie sich zu Beginn des Bürgerschießens und bevor die Feierlichkeiten ihren Anfang nehmen derer erinnern, die die Spur gelegt haben, die wir mit den Kräften und Möglichleiten unserer Generation weiterführen wollen.“ Das verleihe dem Bürgerschießen eine besondere Qualität.

 Sich an die Vorfahren zu erinnern bedeute nicht nur, die Spuren aufzunehmen, sondern auch so frei sein zu dürfen. „Weil wir ja auch Erben ihrer Fehler sind“, erläuterte der Bischof der Schaumburg-Lippischen Landeskirche. Und es bedeute, benennen zu dürfen, worin sie geirrt oder was sie falsch gemacht haben und zu würdigen, was sie gewollt haben.

 Aktuelle Ereignisse aufgreifend legte der Redner dar, dass 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges Menschen in Europa und nach Europa fliehen und Heimat suchen müssen, weil sie ihrer Heimat beraubt werden.

 Wohl niemand wolle, dass Europa ein Platz werde, an dem jede Nacht Menschen sterben müssen, weil sie keine Hilfe bekommen. „Wir haben die Aufgabe, für deren Wohlergehen Sorge zu tragen, weil wir aus unserer Geschichte wissen, dass Menschenschicksale miteinander verbunden sind“, sagte der Landesbischof.

 Die Feier klang mit einem gemeinsam gebeteten Vaterunser und der Kranzniederlegung durch Vertreter der Bundeswehr und des Bürgerbataillons aus. Die Bundeswehr hatte einen Ehrenzug gestellt, der gemeinsam mit dem Bataillon vom Rathaus zum Ehrenmal im Schlosspark marschiert war. bus

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