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Gegenmittel bei Schmuddelwetter

Bückeburg / Konzert Gegenmittel bei Schmuddelwetter

Das ist genau das richtige Gegenmittel für die draußen vor der Tür herrschende Witterung gewesen: Während der November am Dienstagabend auf dem Marktplatz, wie Organisatorin Monika Luhmann es ausdrückte, mit einem „fürchterlich schlechten Wetter“ seinem Namen allerhand Ehre bereitete, heizten im Inneren des Volksbankgebäudes „Suzie & The Seniors“ der Zuhörerschaft auf eine Weise ein, dass Steppjacken und Wollpullover rasch als überflüssig betrachtet werden konnten.

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Olaf Kuchenbecker (von links), Knut „Mr. Beat“ Hartmann, Christian „Doc“ Kieviet, Patricia „Suzie“ Stegemann und Ralf „Franny“ Hartmann bilden „Suzie & The Seniors“.

Quelle: bus

Von Herbert Busch. „Das Schmuddelwetter haben wir nicht mitgebracht, dafür aber jede Menge gute Laune“, gab Frontfrau Patricia „Suzie“ Stegemann stellvertretend für den Rest der aus Hamburg angereisten Kapelle dem Auditorium zu verstehen. Und ab ging die Beat-Post.

Die unter dem Slogan „Back to the Sixties“ aufspielende Formation ist in Bückeburg seit vielen Jahren für ihre formidablen Interpretationen der sogenannten Beatmusik bekannt. „Wir kommen immer wieder gern in diese Stadt“, erklärte Sängerin Suzie eingangs des zur Kleinkunstserie „Nachtausgabe“ zählenden Konzerts. „So ein Publikum wie hier ist selbst in unserer Heimatstadt selten zu finden.“

 Für den ziemlich dicht an den Originalen angesiedelten Sound zeichneten außer Suzie einmal mehr Kapellmeister Ralf „Franny“ Hartmann (Sologitarre, Gesang), der Chef der Truppe, Knut „Mr. Beat“ Hartmann (Rhythmusgitarre, Gesang), Olaf Kuchenbecker (E-Bass) und Christian „Doc“ Kieviet (Schlagzeug) verantwortlich. Die anno 2005 gegründete Band darf fraglos als „Familienunternehmen“ bezeichnet werden, denn Suzie ist die Tochter von Knut Hartmann, dessen Bruder Ralf ist ihr Onkel.

 Alle Mitglieder des nach wie vor putzmunteren Quartetts verbindet eine Vorliebe für die schnelleren Nummern des Oldie-Repertoires. „Bei uns darf getwistet und geshoutet werden“, betonte Suzie angelehnt an den Opener „Twist & Shout“. Bis zum ersten etwas entspannteren Titel („Waterloo Sunset“) folgten im behänden Drei-Minuten-Takt „Hippy Shake“, „Hang on Sloopy“, „I’m a Believer“, „Needles & Pins“, „Keep On Running“, „Back in the U.S.S.R“ und „Sweets for Sweet“. Und vor dem ersten „Fummelblues“ („He ain’t heavy“) gab es mit „Shakin all over“, „All or nothing“ und „Satisfaction“ noch einmal richtig was auf die Ohren. „Hanky Panky“, „Let’s dance“ und „Wooly Bully“ ebneten den Weg in die Pause.

 Im zweiten Teil trugen 20 weitere All-Time-Hits dazu bei, dass „Suzie & The Seniors“ – übrigens stilecht bis in die Stiefelspitzen agierend – vom begeisterten Publikum nachdrücklich um eine Zugabe gebeten wurde. Wobei das jetzt intonierte „The Last Time“ sicher nicht auf die Besuche in der Ex-Residenz bezogen werden durfte. „Vielleicht sollten wir gleich ganz hierbleiben“, hatte Frontfrau Suzie schon zu Beginn des Gastspiels wissen lassen.

By the way, liebe junge und jugendliche Leser: Die „Beatmusik“ stammt aus einer Zeit, in der Begriffe wie „Location“ und „Event“ noch nicht gebräuchlich waren, Computer und Mobiltelefon harrten noch ihrer Erfindung und an Smartphones war schon gar nicht zu denken. Beatmusik (aus dem Englischen „to beat“ für „schlagen“) war der hierzulande in den sechziger und frühen sechziger Jahren verwendete Terminus für hauptsächlich auf Gitarrenklängen basierendem poppigen Rock. Viele Erwachsene brachten die Bezeichnung seinerzeit mit eher negativen Empfindungen in Verbindung; sie wurde mit langen Haaren, großer Lautstärke und, nun ja, Rebellion in Verbindung gebracht. Die Bands musizierten zumeist auf zwei Elektrogitarren, einem Elektrobass und einem Schlagzeug. Als bekannteste Vertreter dieser Spielart kompositorischen Geschicks gelten die „Beatles“. Deren Name leitete sich von dem englischen Wort „beetles“ (Käfer) ab. Aber das ist eine andere Geschichte …

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