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„Gehirnjogging“ zur Playback-Musik

Swinging Hands „Gehirnjogging“ zur Playback-Musik

Man muss nicht taub sein, um zumindest eine leise Ahnung davon zu haben, wie schwer es für gehörlose Menschen sein muss, am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Denn überall dort, wo etwa Reden geschwungen, Musik gemacht und Lieder gesungen werden, bleiben die von solch einer Behinderung betroffenen Menschen ja zwangsläufig außen vor.

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 Mit ihren Händen übersetzen die von Claudia Kraupner (rechts) geleiteten „S(w)inging Hands“ die vom Tonträger erschallenden Lieder in die Gebärdensprache.

Quelle: wk

Bückeburg. Gleiches gilt nicht zuletzt für die Teilnahme an kirchlichen Gottesdiensten, die üblicherweise ebenfalls nicht auf die speziellen Bedürfnisse von Gehörlosen ausgerichtet sind.

Anders dagegen der jüngste Gottesdienst in der Jetenburger Kirche, den Pastor Rainer Diekmann gemeinsam mit den „S(w)inging Hands“, dem Gebärdenchor der Volkshochschule Schaumburg, gestaltet hatte. Bei dieser Veranstaltung hatte das von Claudia Kraupner geleitete Ensemble nämlich insofern den musikalischen Teil bestritten, indem es die für diese Feier ausgewählten Lieder – darunter das englischsprachige Stück „Amazing Graze“ und der Peter-Maffay-Song „Halleluja“ – mit den Händen statt mit dem Mund „gesungen“ hatte. Dazu wurden die Lieder über einen CD-Player eingespielt, und die „S(w)inging Hands“ übersetzten die jeweiligen Texte simultan mit bestimmten Bewegungen ihrer Hände in Gebärdensprache.

Eine Leistung, die Kraupner angesichts dessen, dass etwa die englischsprachigen Liedtexte von den Akteuren erst ins Deutsche gedolmetscht und anschließend sofort noch in Gebärdensprache umgesetzt werden mussten, als regelrechtes „Gehirnjogging“ bezeichnete. Von daher seien auch „fortgeschrittene Kenntnisse in Gebärdensprache“ erforderlich, um bei den „S(w)inging Hands“ mitmachen zu können, betonte sie. Das Ensemble wurde vor rund zehn Jahren als „einer der ersten weltlichen Gebärdenchöre“ gegründet und zählt elf Mitglieder. wk

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