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Generationen nicht gegeneinander ausspielen

Bückeburg / Özkan-Besuch Generationen nicht gegeneinander ausspielen

„Für mich ist es wichtig, dass man den älteren Menschen ein positives Bild vom Älterwerden zeichnet, dass man das Älterwerden auch als Chance begreift, dass diese Generation ihren Platz hat in unserer Gesellschaft und dass die Generationen nicht gegeneinander ausgespielt werden.“

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Die Veranstaltung der Senioren-Union mit Aygül Özkan (am Rednerpult) stößt auf großes Interesse. © pr.

Bückeburg (bus). Mit diesem zusammenfassenden Statement ist die niedersächsische Sozialministerin Aygül Özkan bei einer Veranstaltung der Bückeburger Senioren-Union auf großen Beifall gestoßen.

Die zum Thema „Älter werden in Niedersachsen“ referierende Ministerin betonte während der im Hotel-Restaurant „Ambiente“ organisierten Veranstaltung zudem: „Jeder ist nicht nur für sich allein verantwortlich, sondern auch für den Nächsten, für den Anderen. Dieses Einbringen brauchen wir in jeder Altersstufe. Ob ich jung oder älter bin – ich muss mich verantwortlich fühlen, auch für den Anderen und für die Gesellschaft.“ Falls das der Fall sei, „mache ich mir um unsere Zukunft keine Sorgen“, sagte Özkan.

Betrachtungen über das Alter gestalteten sich immer subjektiv, merkte die (seit August dieses Jahres) 40-Jährige eingangs ihres Vortrags an. „Obwohl wir wissen, dass das Leben endlich ist, dass es schwierig werden kann im Alter, merken wir, dass dieses Thema kollektiv ausgeblendet wird, dass man sich ungern damit beschäftigt.“ Aber: „Älterwerden hat nicht unbedingt etwas damit zu tun, dass man Negatives vor Augen hat, dass man über Krankheit oder Pflege reden muss. Älter zu werden, bedeutet vielmehr, heutzutage auch, dass wir aktive Menschen im Seniorenalter haben, die sich auch einbringen wollen.“

Häufig stellten sich älteren Menschen und deren Partner die Fragen:

• Kann ich im Alter bei gesundheitlichen Problemen auch weiter in meinen eigenen vier Wänden wohnen bleiben?

• Wie komme ich zum Arzt?

• Oder kann der Arzt möglicherweise auch zu mir kommen?

• Was ist, wenn der Partner oder ich pflegebedürftig werden?

• Kann ich dann zu Hause bleiben, oder muss ich zwangsläufig in ein Pflegeheim?

• Gibt es die Möglichkeit, mit ambulanter Hilfe zu Hause zu bleiben?

• Welche Wohnangebote gäbe es denn für mich alternativ?

Diesen Fragen müssten „wir als älter werdende Niedersachsen uns stellen“. Und die Politik müsse zu deren Beantwortung die notwendigen Rahmenbedingungen schaffen. Özkan nannte als Beispiele aus dem Rahmenbedingungsbereich landesweit seit 2008 geförderte Seniorenservicebüros, die vor Ort objektive Beratung böten, und im gleichen Jahr mit der Pflegereform durchgesetzte Pflegestützpunkte, die über Fragen der Pflege informierten. Wie etwa: Wo kann ich Anträge stellen? Welche Pflegeformen gibt es überhaupt?

Im Zusammenhang mit der Betreuung Pflegebedürftiger stellte die Ministerin den ehrenamtlich engagierten Niedersachsen ein formidables Zeugnis aus. Landesweit gebe es „derzeit 2,8 Millionen Menschen, die tagtäglich ehrenamtlich engagiert sind“. Viele Menschen im Ruhestand sagten sich, „irgendwie brauche ich etwas Sinnvolles“. Als Resultat dieser Überlegungen komme die Gesellschaft in den Genuss von Lesepaten, Bildungspaten, Altersbegleitern und Helfern in Senioreneinrichtungen oder in der Nachbarschaft. „Wir erleben in Niedersachen zurzeit eine sehr gute Entwicklung“, akzentuierte Özkan.

Darüber hinaus sei das Land hinsichtlich der Gesundheitsversorgung und der pflegerischen Versorgung „sehr gut unterwegs“. Die Ministerin: „Wir haben die Auszubildendenzahlen im Pflegebereich in den zurückliegenden zwei Jahren um 20 Prozent steigern können und haben jetzt 1000 Auszubildende mehr als 2009.“ Gegen Ende ihrer Ausführungen ließ Özkan die (ältere) Zuhörerschaft im vollends besetzten Wintergarten vom „Ambiente“ noch einmal aufhorchen: „Wir sitzen nicht rum und warten, bis uns die demografische Entwicklung einholt.“

• Weitere Informationen auf www.senioren-in-niedersachsen.de.

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