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Georgstraße: Polizei schaut genauer hin

Gefahr am Zebrastreifen Georgstraße: Polizei schaut genauer hin

Weil an dem auf Höhe der Musikschule über die Georgstraße führenden Zebrastreifen viele der dort vorbeirauschenden Autofahrer nicht anhalten, um Fußgängern das gefahrlose Überqueren der Fahrbahn zu ermöglichen, hat jemand eine kleine Schutzengel-Figur auf ein dort stehendes Verkehrsschild geklebt.

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Jetzt in der dunklen Jahreszeit ist es für die Kinder, die die Musikschule Schaumburger Märchensänger besuchen, noch gefährlicher, die Georgstraße zu überqueren.

Quelle: wk

Bückeburg. Wenn schon die eindeutigen Verkehrsschilder und der auf die Straße gemalte Zebrastreifen nichts nützen, dann hält – so man daran glaubt – vielleicht eine höhere Macht eine schützende Hand über die vielen Kinder, die dort über die Straße müssen, um den Musikunterricht zu besuchen.

Im Klartext: Das Verhalten, das etliche Autofahrer an dieser Stelle an den Tag legen, ist unverantwortlich, geradezu geprägt von Ignoranz und Rücksichtslosigkeit. Davon dürften viele, wenn nicht gar alle Eltern und Großeltern, die ihre (Enkel-)Kinder zu dieser Musikschule bringen beziehungsweise dort nach dem Unterricht wieder abholen und dabei eben diesen Fußgängerüberweg benutzen, ein Lied singen können. Denn obwohl die Straße dort in beide Richtungen übersichtlich ist und die blauen Verkehrsschilder für Autofahrer schon von Weitem zu sehen sind, halten sich viele Fahrzeugführer nicht daran, vor dem Zebrastreifen zu halten, wenn am Straßenrand Fußgänger stehen.

Ohne Rücksicht

Da nützt es meist auch nichts, wenn die Kinder – so wie sie es bei der Verkehrserziehung im Kindergarten und in der Schule gelernt haben – einen Arm nach vorne ausstrecken, um zu signalisieren, dass sie über die Straße gehen möchten. Gleiches gilt, wenn man dies als Erwachsener tut. Ohne vom Gas zu gehen und die eindeutige Verkehrsregelung zu beachten, brettern nicht wenige Autofahrer über den Zebrastreifen, bis dann mal doch irgendwann einer stoppt.

Ein Wunder, dass an dieser Stelle bislang noch kein Kind überfahren worden ist, darf man resümieren. Und es ist erstaunlich, dass sich bislang offenbar noch niemand – also keine Eltern oder Großeltern – bei der Bückeburger Polizei über diese gefährliche Situation beklagt haben.

Bisher noch kein Hinweis bei der Polizei

„Da haben wir noch keinen Hinweis bekommen, dass das ein Brennpunkt ist“, berichtet Arno Hansing, der Leiter des Einsatz- und Streifendienstes der Polizei Bückeburg, auf Nachfrage dieser Zeitung. Gleichwohl werde man sich die beschriebene Gefahrenstelle demnächst anschauen und dort auch entsprechende Verkehrsüberwachungen durchführen. Sollten dabei Autofahrer erwischt werden, die an dem Zebrastreifen stehenden Fußgängern das Überqueren nicht ermöglichen, wird dies nach Auskunft der Polizei mit einem Bußgeldbescheid und einem Eintrag in das Fahreignungsregister beim Kraftfahrtbundesamt geahndet. Konkret ist eine Geldbuße in Höhe von 80 Euro (bei Gefährdung der Fußgänger sogar 100 Euro) zu zahlen, zusätzlich gibt es einen Punkt in der Verkehrssünderkartei.

Hansing betonte, dass Fußgänger – und darauf sollten Eltern ihre Kinder hinweisen, an einem Fußgängerüberweg generell nicht darauf vertrauen können, dass Autofahrer vor dem Zebrastreifen vorschriftsmäßig anhalten, um den Fußgängern das Überqueren zu ermöglichen. Vielmehr sollte man auf Nummer sicher gehen und lieber ein bisschen länger warten, bis der Wechsel der Straßenseite gefahrlos möglich ist. wk

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