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Geschenke für den guten Zweck

Kunstbazar der Awo Geschenke für den guten Zweck

Er ist und bleibt ein Publikumsmagnet: Auch im 27. Jahr seines Bestehens hat der „Kunstbazar“ des Awo-Kreisverbandes zugunsten des Schaumburger Frauenhauses einen Nachmittag lang Hunderte von Besuchern angezogen.

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Awo-Kreisgeschäftsführerin Heidemarie Hanauske (links)  mit Künstlerin Reni Hopff.

Quelle: jp

BÜCKEBURG. Schauen, Stöbern und Kaufen in herbstlicher Atmosphäre – und das für einen ebenso wichtigen wie guten Zweck – ist seit fast drei Jahrzehnten die Grundidee der Veranstaltung. Diese war ursprünglich in der Alten Polizei sowie im Ratskeller Stadthagen beheimatet und hat seit 1993 ihr festes Domizil in den Fachwerkräumlichkeiten der ehemaligen Landfrauenschule in Bückeburg. Ein beträchtliches Aufgebot an Prominenz aus Politik, Verwaltung und öffentlichem Leben begleitete die Eröffnung, für die wieder Heinz-Gerhard Schöttelndreier ans Mikrofon trat, früher in seiner Eigenschaft als Landrat, heute als Vorsitzender des Awo-Kreisverbandes.

Mit 28 Ausstellern war der „Kunstbazar“ wieder so stark besetzt wie in den Vorjahren. Dabei hatte sich ein vielfältiges Aufgebot künstlerisch versierter Anbieter aus der Region zusammengefunden, darunter einige Neuzugänge, aber auch viele langjährige Wegbegleiter. Zu dem ebenso umfang- wie facettenreichen Angebot gehörten außer Ton- und Keramikarbeiten sowie Malerei und Textilarbeiten auch Scherenschnitte, Schmuckdesign, Kränze, Stickereien und Mosaike.

20 Prozent des Verkaufserlöses fließen dabei grundsätzlich an das seit genau drei Jahrzehnten bestehende Frauenhaus. Seit 1987 finden dort körperlich und seelisch misshandelte oder von Gewalt bedrohte Frauen mit ihren Kindern Zuflucht. Bis zum Ende des Jahres 2016 hatten 1519 Frauen mit 1695 Kindern diesen Schutz in Anspruch genommen. Im August hatte die Einrichtung auf ihr 30-jähriges Bestehen zurückblicken können. Mit den Einnahmen aus dem „Kunstbazar“ wird in erster Linie entwicklungsförderndes Spielmaterial für die im Frauenhaus untergebrachten Kinder beschafft.

Grau ist Trend

Zum ersten Mal dabei war Marica Zanetti-Ruhe mit ihren äußerst stilvollen, ästhetisch wirkenden Textilgarnarbeiten und Glasmalereien. Vor allem die Farbe Grau scheint es der Künstlerin bei ihren Arbeiten angetan zu haben, seien es Windlichter, Kerzenhalter oder filigran gearbeitete Taschen. Aber nicht nur die Steinbergerin hat ein Faible für diese Farbe: „Früher galt Grau als alltäglich, unscheinbar, farblos und karg, eben wie eine graue Maus. Heute dagegen im Zeitalter von Vintage wird Grau als edel angesehen und ist als Trendfarbe absolut gefragt.“

Mindestens das 15. Mal bot Anja Fauth aus Achum ihre Scherenschnitte und Schmuckkreationen im großen Saal der ehemaligen Weberei der Landfrauenschule zum Verkauf an. Und ein echtes Urgestein des „Kunstbazars“ ist Reni Hopff: Seit dem ersten Termin, damals noch zu Ostern, ist die ehemalige Bückeburgerin, die inzwischen in Wülpke lebt, mit ihrer Objektkeramik dabei. Diverse phantasievoll gestaltete Vasen hatte die Künstlerin diesmal dabei, aber auch Gartenschmuckobjekte und Tierfiguren.

Wie von Star Wars

Begeistert zeigte sich Awo-Geschäftsführerin Heidemarie Hanauske beispielsweise von einigen Fabelwesen aus der keramischen Kreativschmiede von Reni Hopff, die direkt dem Set eines „Star Wars“-Films hätten entsprungen sein können. „Solche Figuren habe ich mir vor 20 Jahren immerzu einfallen lassen“, verriet die Künstlerin. „Und jetzt kam mir der Gedanke, sie einfach mal wieder aufzulegen.“

Ein kleines Highlight zum Hören hatte Marlies Kuhlmann im Angebot: Die in Kleinenbremen geborene Autorin, die von 1965 bis 1974 in Bückeburg wohnte und heute wieder in ihrem Geburtsort lebt und schreibt, bot an ihrem Büchertisch außer zahlreichen Werken aus ihrer Feder in gedruckter Form das Hörbuch ihrer „Schaumburger Gespenstergeschichten“ um das kleine Gespenst Caroline von Arensburg, das 2015 als Doppel-CD von Frank Suchland in dessen Contrapunkt Hörbuchverlag veröffentlicht wurde. Inzwischen sind Caroline von Arensburg und ihre kleinen Gespensterfreunde im Internet vertreten (www.schaumburger-gespenster.de/).

Abgerundet wurde der „Kunstbazar“ durch eine Cafeteria, deren Kuchenangebot ebenso einladend wirkte wie die musikalische Begleitung durch das Duo Little Jazz.  jp

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